FSME-Impfung

FSME-Impfungen bieten nahezu absoluten Infektionsschutz, je nach Impfstoff für 1 bis 3 Jahre. Es stehen Impfstoffe zur Schnellimmunisierung und zur 3stufigen Grundimmunisierung zur Verfügung.

FSME

FSME-Impfstoffe

FSME-Vakzine in Form von inaktivierten FSME-Viren sind von vielen Herstellern verfügbar. Weitergehende Informationen zu Präparaten mit den jeweiligen Impfstoffen:

Nebenwirkungen

  • ohne Häufigkeitsangabe, in der Regel aber selten: Hautreaktionen an der Einstichstelle wie Rötungen, Schmerzen, Schwellungen oder Pruritus, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Myalgien oder Arthralgien, verminderter Appetit, Unruhe, Schlafstörungen, Temperaturerhöhung und Fieberreaktionen, Schüttelfrost, Magen-Darm-Beschwerden mit Nause und Emesis, Diarrhoe, Dyspepsie, Urtikaria, Lymphknotenschwellung, Mattigkeit, Wahrnehmungsstörungen, Benommenheit und Unwohlsein.

Kontraindikationen/Impfverbote

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, sonstige Bestandteile oder Produktionsrückstände wie Formaldehyd, Neomycin, Gentamycin und Protaminsulfat (auch Kreuzallergien mit Aminoglykosiden in Betracht ziehen)
  • schwere Überempfindlichkeit gegen Eiprotein und Hühnereiweiß bei sensibilisierten Personen
  • Verschieben der FSME-Impfung bei moderaten oder schweren akuten Erkrankungen (mit und ohne Fieber)

Impfschutz/Impfschema

  • Schutzwirkung: 99 Prozent nach vollständiger Grundimmunisierung
  • Schutzdauer: mindestens 3 Jahre (vollständige Grundimmunisierung), 1 Jahr (Schnellimmunisierung)
  • Schnellimmunisierung mit FSME-Immun: zweite Impfdosis 14 Tage nach der ersten
  • bei Impfung mit Encepur: zweite Impfdosis 7 Tage nach der ersten, 3. Impfdosis 21 Tage später und 4. Impfdosis 12 bis 18 Monate später
  • Grundimmunisierung: zweite Impfung 1 bis 3 Monate nach der ersten, letzte Impfung 5 bis 12 bzw. 9 bis 12 Monate nach der zweiten. Vierte Impfdosis (1. Booster) 3 Jahre später, Auffrischimpfungen alle 3 Jahre bis 5 Jahre je nach Alter und Impfstoff.

Impfempfehlungen

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die FSME-Schutzimpfung für Erwachsene und Kinder, die in den Risikogebieten leben oder Zecken wahrscheinlich ausgesetzt sind (Sportler, Wanderer, Gartenarbeit). Außerdem: alle, die berufsbedingt mit Zecken oder infiziertem Blut in Kontakt kommen, beispielsweise Forstarbeiter oder Laboranten.

Reisen/Impfvorschriften

Für Urlauber gibt es keine besonderen Impfvorschriften zur FSME-Impfung. Das RKI empfiehlt eine Immunisierung, wenn der Urlaub in Risikogebiete führt und Aufenthalte im Lebensraum der Zecken geplant bzw. vorhersehbar sind. Das ist beispielsweise der Fall bei Wanderungen im Wald oder über Wiesen und auf bewaldeten Zeltplätzen. Mittlerweile haben sich infizierte Zecken in den Risikogebieten von Süd- und Südwestdeutschland aber auch in Gärten und Parks ausgebreitet.

Autor: Charly Kahle

Stand: 10.11.2016

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)

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