Gelbfieber-Impfung

Der Lebendimpfstoff gegen Gelbfieber gilt als sehr gut verträglich und bietet schon nach einmaliger Gabe eine Schutzwirkung von nahezu 100 Prozent.

Gelbfieber-Impfstellen

Gelbfieber-Impfstoffe

Gelbfieber-Impfstoffe dürfen nur von speziell ausgebildeten Ärzten in Gelbfieber-Impfzentren verabreicht werden. Weitere Informationen zu den Präparaten mit den jeweiligen Impfstoffen:

Nebenwirkungen:

  • sehr häufige Nebenwirkungen: Inappetenz, Benommenheit, Kopfschmerzen, Emesis, Myalgie, Reizbarkeit, Weinen, Fieber, Asthenie, Schmerzen/Empfindlichkeiten an der Injektionsstelle.
  • häufige Nebenwirkungen: Nausea, Exantheme, Arthralgie.
  • gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Abdominalschmerzen, Pruritus, Papeln an der Injektionsstelle.
  • seltene Nebenwirkungen: Rhinitis, Diarrhoe.
  • sehr seltene Nebenwirkungen: Yellow fever vaccine-associated viscerotropic disease (YEL-AVD).
  • unbekannte Häufigkeit: Lymphadenopathie, anaphylaktoiude Reaktionen (einschließlich Angioödem), Parästhesien, Urtikaria, influenzaartige Beschwerden.

Kontraindikationen/Impfverbote

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Überempfindlichkeit gegen Eier oder Hühnerproteine
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) nach einer früheren Gabe eines Gelbfieber-Impfstoffs
  • Alter unter 6 Monaten
  • Immunsuppression, kongenital, idiopathisch oder nach Behandlung mit systemischen Steroiden (in einer höheren als der Standard-Dosierung von topischen oder inhalativen Steroiden), nach Bestrahlung oder nach Behandlung mit Zytostatika
  • Dysfunktion des Thymus in der Anamnese (einschließlich Myasthenia gravis, Thymom und Thymektomie)
  • symptomatische HIV-Infektion
  • asymptomatische HIV-Infektion bei nachgewiesener verminderter Immunfunktion
  • mäßige oder schwere fieberhafte Erkrankungen oder akute Erkrankungen
  • in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung
  • Impfstoff darf keinesfalls intravasal verabreicht werden.

Impfschutz und Impfschema

  • Impfschutz: 93 bis 100 Prozent für mindestens 10 Jahre (möglicherweise lebenslang), Einsetzen etwa 10 Tage nach Gabe
  • Schutzdauer: jüngsten Studien zufolge keine Auffrischung nötig
  • Impfschema: einmalige Gabe vor erwartbarer Exposition mit dem Erreger (Reisen, Hilfseinsätze, medizinisches Personal).

Impfempfehlungen laut STIKO

  • für alle Menschen, die in Risikogebiete fahren
  • Risikogebiete: afrikanische Länder entlang des Äquators und südlich der Sahara, Südamerika: Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Peru und Bolivien.

Impfvorschriften für Reisende

Urlauber sollen den Gelbfieber-Impfstatus grundsätzlich prüfen, ehe sie zu einer Auslandsreise aufbrechen. Viele Staaten verweigern ohne gültigen Nachweis einer Gelbfieber-Impfung das Visum bzw. die Einreise. Das gilt insbesondere bei Einreisen aus einem Land, in dem Gelbfieber generell vorkommt oder in jüngerer Zeit ausgebrochen war. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, kann eine Impfbefreiung in den internationalen Impfausweis eintragen lassen. Grenzbehörden sind allerdings nicht verpflichtet, diesen anzuerkennen und können Reisende ggfs. an der Grenze abweisen. Schwangeren rät das RKI grundsätzlich von Reisen in Gelbfiebergebiete ab. Älteren Menschen wird eine individuelle Risikoabwägung beim Arzt empfohlen.

Aktuelle Informationen zu den Gelbfieber-Impfvorschriften finden Sie im Gesundheits- und Reisekrankheiten-Service auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes.

Autor: Charly Kahle

Stand: 28.11.2016

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)

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