Japanische Enzephalitis Impfung

Die japanische Enzephalitis ist eine virale Gehirnentzündung, die sehr schwer verlaufen kann. Schutz bietet die Impfung gegen das Japanische Enzephalitis Virus (JEV).

Encephalitis

Japanische Enzephalitis-Impfstoffe

In Europa und den USA wird vor allem ein neuerer Totimpfstoff verwendet. Das Präparat mit dem Handelsnamen IXIARO gilt im Vergleich mit älteren Seren als besser verträglich,weil es weniger allergen ist. Der Impfstoff wird in die Muskulatur von Oberarm und Oberschenkel injiziert.

Impfschutz/Impfschema

  • Schutzwirkung: nach vollständiger Impfserie 97 bis 99 Prozent
  • Schutzdauer: nicht bekannt, Auffrischung nach 1 bis 2 Jahren.
  • ab vollendetem 2. Lebensmonat: 2 Impfungen im Abstand von 28 Tagen; Auffrischung: nach 1 bis 2 Jahren.

Nebenwirkungen

Erwachsene:

  • Sehr häufige Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Myalgie, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen und Druckgefühl, Müdigkeit.
  • Häufige Nebenwirkungen: Nausea, grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Rötung, Verhärtung, Schwellung und Juckreiz.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen: Lymphadenopathie, Vertigo, Migräne, Schwindelgefühl, Dyspnoe, Emesis, Diarrhoe, Abdominalschmerzen, Ausschlag, Pruritus, Hyperhidrose, muskuloskelettale Steifigkeit, Arthralgie, Schüttelfrost, Unwohlsein, Asthenie, erhöhte Leberenzymwerte.
  • Seltene Nebenwirkungen: Thrombozytopenie, Parästhesie, Neuritis, Dysgeusie, Augenlidödem, Palpitationen, Tachykardie, Urtikaria, Erythem, Schmerzen in einer Extremität.

Kinder:

  • Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe: Lymphadenopathie, Inappetenz, Kopfschmerzen, Husten, Diarrhoe, Nausea und Emesis, Abdominalschmerzen, Hautausschlag, Myalgie, Fieber, grippale Symptome, erhöhte Reizbarkeit, Müdigkeit, Reaktionen und Symptome an der Injektionsstelle wie Rötungen, Schmerzen, Druckgefühl, Schwellungen, Verhärtungen und Pruritus, Anstieg der Leberenzymwerte.

Kontraindikationen (Impfverbote)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, sonstige Bestandteile oder gegen die herstellungsbedingten Verunreinigungen Protaminsulfat, Formaldehyd, Rinderserumalbumin, Wirtszell-DNA, Natriummetabisulfit und Wirtszellproteine.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen nach der ersten Impfung
  • akute ernsthafte, fieberhafte Infektionen.
  • Der Impfstoff darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden.

Impfempfehlungen

  • Säuglingen nach Vollendung des 2. Lebensmonats, Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Reise

  • Reiseimpfempfehlung laut WHO: vor Reisen in Endemiegebieten, besonders in, vor und nach Regenzeiten, vor allem ländliche Gebiete und Großstadtränder
  • Potenzielle Endemiegebiete: Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Japan, Kambodscha, Nors- und Südkorea, Laos, Myanmar, Nepal, teile Ozeaniens, die Philippinen, das Indusdelta Pakistans, Sri Lanka, Taiwan und Vietnam.

Impfvorschriften (Einreise)

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine Länder bekannt, die einen Impfung gegen Japanische Enzephalitis Viren für die Einreise vorschreiben.

Autor: Charly Kahle

Stand: 28.11.2016

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)

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