Arzneimittelversorgungs-Stärkungsgesetz in Kraft

Am 13. Mai 2017 ist das Arzneimittelversorgungs-Stärkungsgesetz in Kraft getreten. Die darin enthaltenen Honorarverbesserungen und Strukturentscheidungen sollen die Apotheke vor Ort stärken. Außerdem werden damit ein Teil der langjährigen berufsständischen Forderungen umgesetzt.

Arzneimittelversorgungs-Stärkungsgesetz in Kraft

Die im Arzneimittelversorgungs-Stärkungsgesetz (AMVSG) enthaltenen Veränderungen betreffen die folgenden Bereiche:

Rezepturherstellung

Apotheken erhalten künftig für die Herstellung von Rezepturen dasselbe Fixhonorar wie bei der Abgabe von Fertigarzneimitteln in Höhe von 8,35 €. Der Rezepturzuschlag wird um einen Euro erhöht. Die Krankenkassen erhalten pro Rezeptur einen Fixabschlag in Höhe von € 1,77 statt wie bisher 5 %.

BtM-Gebühr und T-Rezept-Gebühr

Die BtM-Gebühr steigt von bisher 0,26 € auf 2,91€. Sie gilt künftig auch für T-Rezepte.

Impfstoff-Rabattverträge

Die Grundlage für die exklusive Versorgung mit Impfstoffen entfällt. §132e SGB V wird gestrichen.Dadurch soll die Versorgung mit Impfstoffen sichergestellt werden. 

Zytostatikaversorgung

Es gibt keine Exklusivausschreibungen der Krankenkassen mehr für Zytostatika. Laufende Altverträge enden zum Ende des dritten Monats nach Inkrafttreten des AMVSG. Dadurch werden Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen möglich.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 17.05.2017

Quelle:

Bundesgesetzblatt

  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • Auf Google+ teilenTeilen
  • MerkenMerken
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden
Anzeige

Kongresse

Orphan Disease Finder

Orphan Disease Finder

Bitte geben Sie ein Symptom ein, um zu prüfen, ob es auf eine seltene Erkrankung hinweisen könnte:

 

Pharma News

Innere Medizin