Lieferabriss für Aspirin i.v. 500 mg erwartet

Der Hersteller informiert die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) über eine voraussichtlich ab Mitte Mai bestehende Lieferunfähigkeit aller Packungsgrößen von Aspirin i.v. 500 mg.

Lieferengpässe

Die Lieferschwierigkeiten beruhen auf qualitätsbedingten Ausfällen mehrerer Produktionsaufträge. Der Lieferengpass soll bis Dezember 2018 anhalten. Er betrifft alle Packungsgrößen von Aspirin i.v.

Bereits im Vorjahr hatte es Lieferengpässe für Aspirin i.v. gegeben.

Aspirin i.v. wird neben den Indikationen Schmerz, Migräne und Fieber auch zur Initialbehandlung des akuten Koronarsyndroms einschließlich instabiler Angina und Myokardinfarkt mit und ohne ST-Hebung eingesetzt. Für die parenterale Thrombozytenaggregationshemmung stehen in Deutschland keine vergleichbaren Präparate zur Verfügung.

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie empfiehlt zur Initialbehandlung des Koronarsyndroms auch die orale Gabe von 150 – 300 mg Acetylsalicylsäure. Allerdings gilt diese Empfehlung nicht für Patienten, bei denen eine orale Gabe nicht möglich ist oder bei denen nach oraler Gabe des Wirkstoffs eine unsichere beziehungsweise verzögerte gastrointestinale Resorption befürchtet wird.

Bayer verweist hier auf das aus der Schweiz oder Frankreich, gemäß den Ausnahmeregeln des § 73 AMG, zu importierende Arzneimittel Aspégic® des Herstellers Sanofi Aventis als alternatives ASS i.v.-Produkt.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 15.05.2018

Quelle:

Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), Bayer, Lieferengpässe BfArM

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