Änderung

Bei den Substanzen handelt es sich um synthetische Cannabinoide sowie um synthetische Derivate des Cathinons, Amphetamins und Phencyclidins. Auch die beiden Benzodiazepine Etizolam und Phenazepam werden dem BtMG unterstellt. Darüber hinaus wurde das kürzlich in Deutschland als Arzneimittel zur Behandlung von ADHS zugelassene Lisdexamfetamin aufgenommen, das über ein entsprechendes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential verfügt.

Ziel ist es, den Missbrauch dieser Stoffe einzudämmen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die Strafverfolgung zu erleichtern.

Neue Drogen durch einfache chemische Abwandlung

Die Anlagen des BtMG werden damit an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst. Im Rahmen des europäischen Frühwarnsystems machen synthetische Cannabinoide und Cathinone zwei Drittel aller neuen gemeldeten Substanzen aus. Die psychoaktiven Substanzen werden durch einfache Derivatisierung bekannter chemischer Grundgerüste synthetisiert. Dadurch entstehen Stoffe mit ähnlichen Wirkungs- und Nebenwirkungsprofilen und vergleichbaren Gefährdungspotentialen wie bei bereits unterstellten Betäubungsmitteln.

Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 30.05.2013

Quelle:

Bundesministerium für Gesundheit