Canakinumab-Zulassungsempfehlung zur Behandlung seltener periodischer Fiebersyndrome

Novartis informiert darüber, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel die Zulassung von Canakinumab zur Behandlung seltener periodischer Fiebersyndrome bei Erwachsenen und Kindern empfohlen hat.

Canakinumab-Zulassungsempfehlung zur Behandlung seltener periodischer Fiebersyndrome

Im Falle der Zulassung wird der Wirkstoff das erste und einzige Biologikum sein, das in Europa zur Behandlung der folgenden drei periodischen Fiebersyndrome zugelassen ist:

  • des Tumornekrosefaktor-Rezeptor-assoziierten periodischen Syndroms (TRAPS)
  • des Hyperimmunoglobulin-D-Syndroms(HIDS)/Mevalonatkinase-Defizienz (MKD)
  • des Familiären Mittelmeerfiebers (FMS)

Periodische Fiebersyndrome sind seltene Erkrankungen, die meist bereits im Kindesalter auftreten und die wiederkehrende Fieberschübe verursachen, die die Betroffenen stark beeinträchtigen und potentiell lebensbedrohliche Komplikationen verursachen.

Behandlung periodischer Fieberschübe

Bisher ist die Behandlung dieser seltenen Erkrankungen nur durch Kortikoide und nicht-steroidale antiinflammatorische Wirkstoffe erfolgt, die allerdings nur die Symptome lindern, aber nicht den Fieberschub verhindern bzw. dessen Verlauf beeinflussen konnten.

Wirkweise von Canakinumab

Canakinumab ist ein selektiver, hoch-affiner, monoklonaler Antikörper, der Interleukin-1 (IL-1) blockiert. Bei bestimmten inflammatorischen Prozessen spielt die exzessive Produktion von IL-1 eine wichtige Rolle.
Canakinumab blockiert die Wirkung von IL-1 lang anhaltend. Dadurch wird die überschießende Aktivität verhindert und die Entzündung verhindert.

Canakinumab ist bereits von Novartis im Markt eingeführt unter dem Namen „Ilaris“. Ilaris wird zur Behandlung von Cryopyrin-assoziierte periodische Syndromen, Still-Syndromen und zur Behandlung der Gichtarthritis eingesetzt.


Datum: 03.01.2017

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Quelle: Novartis Pharma GmbH