Dengvaxia - Zulassungempfehlung für Dengue-Lebendimpfstoff

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat Dengvaxia, einem tetravalenten Dengue-Lebendimpfstoff, eine Zulassungsempfehlung zur Prophylaxe der Dengue-Krankheit ausgesprochen.

Dengue

Indikation von Dengvaxia

Dengvaxia ist indiziert für die Prävention von Dengue-Erkrankungen, die durch die Dengue-Virus-Serotypen 1, 2, 3 und 4 verursacht werden, bei Personen im Alter von 9 bis 45 Jahren, die bereits an Degue-Fieber erkrankt waren oder aber in einem Endemiegebiet leben.

Die Zulassungsempfehlung schließt Menschen, die auf dem europäischen Festland oder außerhalb der tropischen Gebiete leben aus, da Dengue in diesen Regionen nicht auftritt.

Zulassung zur Prophylaxe in 20 Ländern

Laut Hersteller Sanofi ist Dengvaxia ist jedoch bereits in 20 Ländern zur Dengue-Prophylaxe zugelassen.

Es handelt sich dabei um die folgenden Länder:

  • Argentinien
  • Australien
  • Bangladesh
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Costa Rica
  • El Salvador
  • Guatemala
  • Honduras
  • Indonesien
  • Kambodscha
  • Malaysia
  • Mexiko
  • Myanmar
  • Paraguay
  • Peru
  • Philippinen
  • Singapur
  • Thailand
  • Venezuela

Dengue-Fieber

Dengue wird von der Aedes-Mücke, die in den Tropen und Subtropen weit verbreitet ist, übertragen. Denguefieber ist die häufigste Virusinfektion, die von Mücken übertragen wird. In Asien, Lateinamerika und Afrika ist Denguefieber weit verbreitet. Bei Reisenden gehört es zu den häufig importierten Virusinfektionen. Die Virusinfektion kann unterschiedliche Verlaufsformen haben. In den meisten Fällen leiden die Betroffenen unter grippeähnlichen Symptomen. Circa 2 Prozent erkranken an schwerem Dengue. Etwa  20.000 Menschen sterben pro Jahr an der Infektion. Hauptrisikogruppen für schwere Verlaufsformen sind Menschen in jungem Alter, mit chronischen Erkrankungen und Sekundärinfektionen.

Die Behandlung des Dengue-Fiebers erfolgt symptomatisch und besteht in Fiebersenkung, Schmerzlinderung und Überwachung des Patienten. Acetylsalicylsäure und Ibuprofen sollen nicht zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Eine kausale Therapie existiert nicht.
 

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 08.11.2018

Quelle:

European Medicines Agency (EMA)

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