Doose-Syndrom: Aktualisierte Patienteninformation

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat eine Patienteninformation zum Doose-Syndrom auf den neuesten Stand gebracht.

Junge auf einer Bank

Bei einer Epilepsie treten wiederholt Krampfanfälle auf. Während eines Anfalls sind die Funktionen im Gehirn vorübergehend gestört. Wie bei einem Wirbelsturm gerät im Kopf auf einmal alles durcheinander. So plötzlich wie ein Anfall kommt, hört er meist wieder auf. Es gibt viele verschiedene Formen von Epilepsie. Das Doose-Syndrom ist eine seltene Form der Epilepsie im Kindesalter – ungefähr 1 von 10 000 Kindern ist betroffen. Die Erkrankung beginnt meist im Alter von 1 bis 5 Jahren. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. In der Regel sind die Kinder zu Beginn der Krankheit körperlich und geistig altersgerecht entwickelt.  Während eines Anfalls sind beide Gehirnhälften komplett betroffen, nicht nur einzelne Anteile. Man sagt, diese Epilepsie tritt generalisiert auf.  

Das Gehirn sieht in Untersuchungen unauffällig aus. Die genaue Ursache des Doose-Syndroms ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass eine erbliche Veranlagung besteht. Manchmal haben Eltern oder Geschwister ebenfalls schon ähnliche Krampfanfälle gehabt.  

Der Krankheitsverlauf ist von Kind zu Kind verschieden. Bei vielen Kindern "verwächst" sich die Krankheit nach mehreren Jahren. Bei anderen treten Anfälle trotz Behandlung weiterhin auf und die geistige Entwicklung des Kindes wird beeinträchtigt.

Die neu augfgelegte Patienteninformation informiert Patienten in kompakter und übersichtlicher Weise über die Erkrankung selbst, ihre Anzeichen und die Beschwerden und die Behandlung. Außerdem informiert sie darüber, was betroffene Eltern selbst machen können und wo sie weitere Hilfe finden können.

Download

Ärzte, Pflegekräfte und andere medizinische Fachleute können die überarbeiteten Kurzinformationen kostenlos herunterladen, ausdrucken, an Erkrankte und Interessierte weitergeben. Grundlage dieser Infoblätter sind die jeweiligen S3-Leitlinien beziehungsweise eine systematische Literaturrecherche.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 06.06.2019

Quelle:

Pressemitteilung des Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ vom 29.05.2019): Aktualisierte Patienteninformationen: Angststörungen und Doose-Syndrom

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