DZIF: Kampf gegen Antibiotika-resistente Bakterien

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), dessen Ziel die Bekämpfung der weltweiten Ausbreitung Antibiotika-restistenter Bakterien und die Entwicklung neuer Antibiotika ist, ist seit Ende Februar Mitglied im sogenannten Accelerator-Netzwerk CARB-X, das die Entwicklung neuer Antibiotika, Impfstoffe sowie einer schnelleren und präziseren Diagnostik fördert.

Bunte Petrischale

Multiresistente Keime breiten sich immer weiter aus. Die internationale Organisation CARB-X (Combating Antibiotic Resistant Biopharmaceutical Accelerator) fördert die Antibiotikaforschung.

CARB-X fördert mehr als 30 Projekte

Weltweit werden mehr als 30 Projekte durch CARB-X gefördert. Dabei geht es um die Entwicklung neuer Antibiotika, Impfstoffe sowie einer schnelleren und präziseren Diagnostik.

Der Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung multiresistenter Bakterien, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besonders kritisch eingestuft wurden.

Dazu gehören

  • Acinetobacter baumannii, Carbapenem-resistent
  • Pseudomonas aeruginosa, Carbapenem-resistent
  • Enterobacteriaceae, Carbapenem-resistent, Extended Spectrum Beta-Lactamase (ESBL) produzierend

Um ihre Förderaktivitäten zu beschleunigen und weltweit innovative Projekte optimal unterstützen zu können, hat CARB-X nun insgesamt zehn Organisationen aus sechs Ländern in ihr Accelerator-Netzwerk aufgenommen.

DZIF als Accelerator

Die CARB-X-Mitgliedschaft des DZIF wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, indem es die Produktentwicklung  im DZIF personell aufstockt.

Damit hat das DZIF die Möglichkeit, Projektteams auf dem Weg zur CARB-X-Förderung und bei der Projektumsetzung zu begleiten und zu beraten. Diese werden dann vom DZIF gezielt unterstützt. „Wir freuen uns, dass wir bei Fragen der pharmazeutischen, präklinischen und frühen klinischen Entwicklung neuer Antibiotika unser regulatorisches Know-how einbringen können“, erklärt Sibylle Matz, die mit ihrem Team am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Antibiotikaforschung im DZIF unterstützt.

Neben dem BfArM wird auch das Paul-Ehrlich-Institut an der Unterstützung des CARB-X-Netzwerks beteiligt sein und seine Expertise zur Verfügung stellen. „Für das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bietet sich hier die Möglichkeit, über intensive wissenschaftliche Beratung auch Projekte im Bereich Impfstoffe und Biomedizin zu fördern, die Antibiotika-Resistenzen begrenzen können“, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 04.03.2019

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