Finasterid: Warnhinweis zu Depression

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) erinnert an den seit 2017 in der Produktinformation von Finasterid-haltigen Arzneimitteln aufgenommenen Warnhinweis.

Nebenwirkungen

Der Wirkstoff Finasterid wird in der 1 mg-Dosierung bei Frühstadien der androgenetischen Alopezie bei Männern angewendet. In der 5 mg-Dosierung ist Finasterid zur Behandlung und Kontrolle der benignen Prostata-Hyperplasie indiziert. Es hemmt die Umwandlung von Testosteron in das Androgen Dihydrotestosteron durch Hemmung des Enzyms 5α-Reduktase Typ II, welches diese Reaktion vermittelt.

Nach einem europäischen Bewertungsverfahren wurde die Produktinformation 2017 geändert:

  • Die bisher nur für Finasterid in der 5-mg-Dosierung enthaltene Nebenwirkung Depression wurde auch für die 1-mg-Dosierung aufgenommen.
  • Für alle Finasterid-haltigen Arzneimittel wurde ein neuer Warnhinweis zu Stimmungsänderungen einschließlich depressiver Verstimmung, Depression und Suizidgedanken in die Produktinformation aufgenommen. Patienten sollten hinsichtlich psychiatrischer Symptome überwacht werden.
  • Wenn solche Symptome auftreten, soll die Behandlung mit Finasterid 1 mg abgebrochen und medizinischer Rat eingeholt werden.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 17.05.2018

Quelle:

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

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