Herpes zoster nach Shingrix-Impfung?

Um einen möglichen kausalen Zusammenhang zwischen dem Auftreten eines Herpes zosters im engen zeitlichen Zusammenhang mit einer Shingrix-Impfung zu prüfen, sollen auftretende Fälle an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gemeldet werden.

Gürtelrose

Der AkdÄ wurden einige Fälle gemeldet, in denen Patienten in engem zeitlichem Zusammenhang mit einer Shingrix-Impfung an Herpes zoster erkrankt sind. Außerdem liegen im Spontanmeldesystem Berichte über ausgeprägte, z. T. bullöse Hautreaktionen vor, die deutlich über die Injektionsstelle hinausgehen.

Bei einigen Patienten ist auch ein Herpes zoster  in der Vorgeschichte dokumentiert worden. Teilweise trat der Herpes zoster in dem Dermatom auf, in dem die Impfung appliziert wurde. Mitunter wurden auch Schmerzen in einem früher von Herpes zoster betroffenen Dermatom berichtet.

Ob in den gemeldeten Fällen tatsächlich ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Herpes zoster bzw. anderen Hautveränderungen besteht, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen.

Herpes zoster - Fälle an AkdÄ melden

Die AkdÄ bittet darum, derartige Fälle an die AkdÄ und gegebenenfalls namentlich an das zuständige Gesundheitsamt zu melden, um eine Abklärung der Sachlage zu ermöglichen.

Folgende Angaben sind für die Bewertung der Berichte hilfreich:

  • Datum der Impfung, Applikationsstelle
  • Datum des Auftretens des Herpes zoster, betroffenes Dermatom
  • ggf. Angabe eines Herpes zoster in der der Vorgeschichte
  • Chargenbezeichnung des Shingrix-Impfstoffes

Shingrix-Impfung

Shingrix® ist ein rekombinanter, adjuvantierter Impfstoff gegen Herpes zoster. Die Impfung ist zugelassen zur Vorbeugung von Herpes zoster und Post-zoster-Neuralgie bei Erwachsenen ab 50 Jahren. Bei Patienten mit Herpes zoster in der Vorgeschichte wurde laut Fachinformation nach der Shingrix-Impfung eine höhere Herpes zoster-Rezidivrate gefunden, als bei ungeimpften Personen zu erwarten wäre. Bei Herpes zoster in der Vorgeschichte sollen Ärzte eine Nutzen-Risikoabwägung vor einer Impfung durchführen.

 

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 28.08.2019

Quelle:

Meldung der AkdÄ vom 23.08.19

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