Änderungen der Impfempfehlungen 2017

Ende August 2017 hat die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht. Wir informieren über die wesentlichen Änderungen.

Impfstoff

Die Änderungen der STIKO im Überblick:

Die Hepatitis A- und B- Impfung wurde bisher Personen mit erhöhtem beruflichen Expositionsrisiko, einschließlich Auszubildende, Praktikanten und Studierende empfohlen. Erweitert wurde der Kreis nun um ehrenamtlich Tätige mit vergleichbarem Expositionsrisiko.

Seit 2013 gibt es einen attenuierten Lebendimpfstoff zur Verhinderung einer Herpes zoster Infektion. Diese Impfung wird aber nicht als Standardimpfung empfohlen. Unabhängig davon aber die Impfung einzelner Patienten nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung durchaus sinnvoll sein.

Die Influenza-Impfung als Nasenspray sollte nur noch bei Hindernissen für eine Injektion verwendet  werden. Die Empfehlung, dass bei Kindern von 2–6 Jahren die Influenza-Impfung als Nasenspray bevorzugt werden sollte, wurde gestrichen.

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus bei geringfügigen, sauberen Wunden empfiehlt die STIKO nur noch dann, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind.

Neu ist ein Abschnitt zu Impfungen von Patienten mit Immundefizienz bzw. Immunsuppression. Bis Anfang 2018 sollen hierzu 4 gesonderte Publikationen erscheinen.

Eine aktuelle Version des Impfkalenders finden Sie unter /themen/impfen/impfkalender.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 29.08.2017

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • MerkenMerken
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden
Anzeige

Meistgelesene Meldungen

Pharma News

Ärztliche Fachgebiete

Orphan Disease Finder

Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen:

 

Newsletter