Kapuzinerkresse und Meerrettich zur Behandlung von Blasenentzündungen

Die aktualisierte Ärzte-Leitlinie zur Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfektionen empfiehlt den Einsatz von Kapuzinerkresse und Meerettich in bestimmten Fällen.

Kapuzinerkressen

In der aktualisierten Fassung der Interdisziplinären S3 Leitlinie zur Epidemiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten sind die beiden Phytopharmaka Kapuzinerkressekraut und Merrettichwurzel aufgenommen worden.

Die beiden Phytopharmaka finden Einsatz in der Behandlung rezidivierende Harnwegsinfektionen bei Frauen in der Prämenopause. Die aktualisierte Empfehlung in der Leitlinie lautet:

Bei häufig rezidivierender Zystitis der Frau kann Mannose empfohlen werden. Alternativ können verschiedene Phytotherapeutika (z.B. Präparate aus Bärentraubenblättern (maximal 1 Monat), Kapuzinerkressekraut, Meerrettichwurzel),erwogen werden.

Meerrettich und Kapuzinerkresse

Die beiden Arzneipflanzen werden in kombinierter Form bereits seit Jahrzehnten erfolgreich zur Therapie von unkomplizierten Harnwegs- und Atemwegsinfektionen eingesetzt. Die darin enthaltenen Senföle sind charakteristische Inhaltsstoffe von Pflanzen aus der Familie der Kreuzblüten- und Kapuzinerkressengewächse. Da sie unter anderem über die Harnblase ausgeschieden werden und sich dort anreichern, entfalten Sie vor allem hier ihre keimabtötende Wirkung.

Die fixe Kombination aus Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel ist enthalten in dem Präparat ANGOCIN® Anti-Infekt N Filmtabletten. Das pflanzliche Arzneimittel wird von der Repha GmbH vertrieben.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 17.07.2017

Quelle:

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, CGC Cramer Gesundheits-Consulting

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