Lenzetto - Erstes Estradiol-Spray für die Hormonersatztherapie

Mit Lenzetto ist das erste Estradiol-Spray für die Hormonersatztherapie von Frauen im Klimakterium auf dem deutschen Markt erhältlich.

Menopause

Nach Angaben des ungarischen Pharmaherstellers Gedeon Richter bietet Lenzetto mehrere potenzielle Vorteile im Vergleich mit anderen transdermalen Systemen zur Behandlung von postmenopausalen Beschwerden. Die Anwendung des Sprays ist nach Angaben des Herstellers einfach, es trocknet schnell, Matrixsysteme, Trägerstoffe, Kleber oder Abziehfolien werden nicht benötigt und die Inzidenz von Hautreizungen ist gering. Durch die direkte Applikation als Spray werde nur eine geringe Konzentration des Wirkstoffs Estradiol (im Spray als Estradiol-Hemihydrat) benötigt. Daher lägen die therapeutischen Serumkonzentrationen auf dem unteren Niveau der anderen zugelassenen transdermalen Östrogenprodukte.

Estradiol-Spray Placebo überlegen

Lenzetto verringert bei Frauen in der postmenopausalen Phase die Häufigkeit und Schwere von vasomotorischen Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche. In einer randomisierten, placebokontrollierten und doppelblinden Studie wurde die Wirkung von einem, zwei oder drei Sprühstößen mit der von Placebo verglichen. Die Auswertung erfolgte in der vierten und zwölften Woche. Bei den Anwenderinnen des Estradiol-Sprays verringerten sich die Beschwerden in allen getesteten Wirkstoff-Dosierungen jeweils signifikanter als in den Placebo-Vergleichsgruppen.

Lenzetto sollte jedoch erst eingesetzt werden, wenn mindestens sechs Monate nach der letzten natürlichen Periodenblutung vergangen sind. Eine Anwendung wird auch nur empfohlen, wenn die postmenopausalen Symptome die Frauen stark belasten oder den Alltag zu sehr einschränken.

Ein Sprühstoß pro Tag ist ausreichend

Das Spray enthält eine transdermale Lösung. Diese wird über eine Dosierpumpe direkt auf die Haut gesprüht. Pro Pumpstoß werden 1,53 mg Estradiol (beziehungsweise 1,58 mg Estradiol-Hemihydrat) abgegeben. Eine Sprayflasche enthält 56 Sprühstöße. Pro Tag genügt in der Regel ein Sprühstoß. Über den enthaltenen Pentrationsverstärker Octisalat bildet sich ein Depot im Stratum corneum. Daraus wird der Wirkstoff gleichmäßig auf kontinuierlich niedrigem Niveau 24 Stunden in den Blutkreislauf abgegeben. Das Spray sollte möglichst immer zur gleichen Tageszeit auf die trockene Haut des Unterarms gesprüht werden. Situationsabhängig ist eine Erhöhung der Dosis auf täglich zwei Sprühstöße möglich. Mehr als drei Sprühstöße sollten jedoch nicht innerhalb von 24 Stunden appliziert werden.

Nebenwirkungen und Risiken

Wie bei anderen transdermalen Estradiol-Systemen auch können während der Behandlung mit Lenzetto Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten sind schmerzempfindliche und schmerzhafte Brüste, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Hautausschläge, Pruritus, vaginale Blutungen sowie Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust zu erwarten. Zudem besteht bei Frauen, die Estradiol erhalten, ein erhöhtes Risiko für:

  • Mamma-, Endometrium- oder Ovarialkarzinom
  • Endometriumhyperplasie
  • venöse Thrombembolien in Beinen und Lunge
  • Myocardinfarkt
  • Apoplex
  • Cholecysto- und Hepatopathien
  • Hypertonie
  • Hyperglykämie
  • wahrscheinlich Demenzen, wenn Estradiol im Alter von über 65 Jahren begonnen wird.

Autor: Dr. Christian Kretschmer (Arzt)

Stand: 24.05.2016

Quelle:

Gedeon Richter Pharma GmbH

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