Nebenwirkungen unter Zostavax

In den USA steht der Impfstoff Zostavax zurzeit im Verdacht schwerwiegende Nebenwirkungen zu verursachen.

Nebenwirkungen unter Zostavax

Wirksamkeit gegen Herpes Zoster-Infektionen

Zostavax ist ein Impfstoff, der zur Prävention von Herpes zoster-Infektionen indiziert ist. Er senkt nachweislich das Risiko für Infektionen mit Herpes zoster und auch die Schwere der Erkrankung.

In den USA steht der Impfstoff nun allerdings im Verdacht schwerwiegende Nebenwirkungen wie Blindheit, Lähmung und Tod hervorrufen zu können. Es ist jedoch nicht aus den verfügbaren Medienberichten ersichtlich inwieweit Kontraindikationen eingehalten wurden und um wieviele Fälle es sich nun tatsächlich handelt.

Über 36 Millionen Impfungen

Merck verwies im Zuge der Vorfälle auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs und zitierte die langjährige Sicherheitsakte von Zostavax.

Der Impfstoff ist in über 50 Ländern zugelassen und es wurden mit ihm, seit Zostavax von der Food And Drug Administration (FDA) im Jahr 2006 zugelassen wurde, insgesamt über 36 Millionen Impfungen durchgeführt.

Im März 2011 wurde die Indikation für Zostavax erweitert, um Patienten im Alter von 50 bis 59 Jahre miteinzubeziehen.

"Das Unternehmen hat den Verbrauchern und den medizinischen, wissenschaftlichen und regulatorischen Gemeinschaften kontinuierlich angemessene und zeitnahe Informationen über Zostavax zur Verfügung gestellt", so Merck.

Gesundheitszustand vor Impfung überprüfen

Da bisher unklar ist, ob die aufgetretenen Nebenwirkungen auf falscher Anwendung beruhten oder es sich tatsächlich um unvermeidbare unerwünschte Arzneimittelwirkungen handelte, sollten Ärzte vor der Impfung sorgfältig den Gesundheitszustand des Patienten überprüfen und Zostavax nicht bei immundefizienten oder immunsupprimierten Patienten (siehe Fachinformation Zostavax) verabreichen.


Datum: 16.03.2017

Autor: Isabelle Viktoria Maucher (Apothekerin)

Quelle: FiercePharma