Neueinführung Wakix

Wakix (Pitolisant) ist ein neues Arzneimittel zur Behandlung der Narkolepsie. Narkolepsie ist eine seltene Krankheit und das Arzneimittel gehört damit zur Gruppe der sogenannten Orphan drugs (Arzneimittel gegen seltene Leiden).

Mann schläft am Steuer

Was ist Wakix?

Wakix ist ein neues Arzneimittel der Firma Bioprojet Pharma mit dem Wirkstoff Pitolisant, das zur Behandlung von Erwachsenen eingesetzt werden kann, die unter Narkolepsie leiden. 

Narkolepsie gehört zu den seltenen Erkrankungen (Orphan diseases) und ist eine langfristige Schlafstörung. Der Körper von Narkolepsie-Patienten kann den normalen Schlaf-Wach-Zyklus nicht regulieren. Es kommt dadurch zu Symptomen wie ein nicht zu unterdrückender Schlafdran sowie ein gestörter Nachtschlaf. Bei manchen Patienten tritt außerdem schwere Muskelschwäche (Kataplexie) auf, die zu einem Zusammenbruch führen kann.

Wakix ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das nur von einem in der Behandlung von Schlafstörungen erfahrenen Arzt eingeleitet werden kann. Wakix kann sowohl bei Patienten mit als auch ohne Muskelschwäche verwendet werden.

Einnahme und Dosierung von Wakix

Wakix ist ein festes orales Arzneimittel. Die Tabletten gibt es in 2 verschiedenen Stärken:

Die empfohlene Dosierung liegt bei 9 mg pro Tag in der ersten Woche. Die Tabletten werden zum Frühstück eingenommen. In der zweiten Woche wird die Dosis entweder auf 17,8 mg pro Tag erhöht oder aber auf 4,45 mg pro Tag gesenkt werden. In der dritten Woche kann die Dosis auf maximal 36 mg pro Tag erhöht werden. Bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung oder Nierenproblemen sollte die Höchstdosis 18 mg pro Tag betragen.
Nähere Informationen finden Sie in der Fachinformation von Wakix.

Wirkung von Pitolisant

Der Wirkstoff von Wakix, Pitolisant, wirkt, indem er an Rezeptoren im Gehirn, sogenannte „Histamin-H3-Rezeptoren“, bindet. Dies erhöht die Aktivität bestimmter Gehirnzellen, sogenannter „Histamin-Neuronen“, die wichtig sind, um den Körper wach zu halten.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 06.08.2016

Quelle:

European Medicines Agency (EMA)

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