Neues T-Rezeptformular

Ab 01. Februar 2016 werden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die neuen Vordrucke des T-Rezeptes ausgegeben. Die alten Formulare behalten jedoch weiterhin ihre Gültigkeit.

Rezeptübergabe

T-Rezepte sind immer personenbezogen zu verwenden. Das bedeutet, dass jeder Arzt seine eigenen T-Rezepte verwenden muss. Lediglich im Vertretungsfall darf eine vertretende ärztliche Person die Verordnung auch unterschreiben, sofern sie im T-Register registriert ist. NUR im einzelnen Vertretungsfall darf die Vertretung die T-Rezepte der ärztlichen Person, die sie vertritt, unter

  1. Name und Geburtsdatum der Patientin/des Patienten
  2. Datum der Ausfertigung; Verschreibung ist bis zu sechs Tagen nach dem Tag ihrer Ausstellung gültig.
  3. Ankreuzen: Alle Sicherheitsbestimmungen werden eingehalten und dem/der Patienten/in wurde das medizinische Informationsmaterial ausgehändig
  4. Ankreuzen: Entweder „In-Label"- oder „Off-Label"-Anwendung.
  5. Bezeichnung des Fertigarzneimittels oder des Wirkstoffs inkl. der Stärke, der Darreichungsform und der Menge bzw. bei Rezepturarzneimitteln die Zusammensetzung nach Art und Menge sowie die Gebrauchsanweisung.
  6. Name, Vorname, Berufsbezeichnung, Anschrift und Telefonnummer der Praxis/Klinik der verschreibenden ärztlichen Person, die im T-Register registriert sein muss
  7. Die eigenhändige Unterschrift der verschreibenden ärztlichen Person, die im T-Register registriert sein muss.

Das T-Register überwacht die Verschreibung und Abgabe von Arzneimitteln, die folgende Wirkstoffe enthalten:

 Diese Arzneimittel dürfen nur auf Sonderrezepten, sogenannten T-Rezepten, verschrieben werden.Alle 3 Wirkstoffe sind fruchtschädigend (teratogen).  Thalidomid war der Wirkstoff von Contergan, das vor mehr als 50 Jahren zu schweren Behinderungen geführt hat. Das Präparat wurde damals als Schlaf- und beruhigungsmittel eingesetzt und führte bei Anwendung zwischen dem 35. und 50. Tag der Schwangerschaft zu Fehlbildungen an Gliedmaßen. Zudem treten Schmerzen und Beschwerden an Schulter, Ellbogen, Hand, Gelenken und Wirbelsäule auf.

Heute wird der Wirkstoff in der Therapie gegen Krebs, Aids und Lepra eingesetzt. Um zu verhindern, dass es bei solchen Therapien erneut zu Missbildungen bei Neugeborenen kommt, hat die Europäische Kommission in ihren Zulassungsentscheidungen die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, besondere Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 01.04.2016

Quelle:

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)

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