Orale Antikoagulanzien vor Gastro- oder Koloskopie absetzen

Besondere Gefahr droht bei der Einnahme oraler Antikoagulanzien. Ist eine endoskopische Untersuchung geplant, bei der Polypen entfernt werden müssen, sollte in der Regel mit dem Gerinnungshemmer pausiert werden", empfiehlt Professor Wolfgang Fischbach, Chefarzt am Klinikum Aschaffenburg. Bei hohem Thromboserisiko lässt sich die Pause mit Heparin-Injektionen überbrücken, so der DGVS-Experte. Kommt es zur akuten Blutung, müssen aber auch diese Injektionen sofort gestoppt werden.

Gespräch Patientin

Besondere Gefahr droht bei der Einnahme oraler Antikoagulanzien. „Ist eine endoskopische Untersuchung geplant, bei der Polypen entfernt werden müssen, sollte in der Regel mit dem Gerinnungshemmer pausiert werden", empfiehlt Professor Wolfgang Fischbach, Chefarzt am Klinikum Aschaffenburg. Bei hohem Thromboserisiko lässt sich die Pause mit Heparin-Injektionen überbrücken, so der DGVS-Experte. Kommt es zur akuten Blutung, müssen aber auch diese Injektionen sofort gestoppt werden.

Auch die neuen Gerinnungshemmer absetzen

Die neuen Gerinnungshemmer Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban sind vermutlich sicherer als das traditionelle Phenprocoumon, berichtet Prof. Fischbach. Da die Erfahrungen mit den Präparaten aber noch gering sind, sollten auch sie bei erhöhtem Blutungsrisiko während einer Endoskopie vorsichtshalber abgesetzt werden.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 30.04.2013

Quelle:

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V.

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