Piperacillin: BMG reagiert auf Lieferengpass

Es besteht ein Versorgungsengpass für Piperacillin-haltige Mono-und Kombinationspräparate. Das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) reagiert auf den Lieferengpass und gestattet Abweichen von den Vorschriften des AMG.

Piperacillin: BMG reagiert auf Lieferengpass

Piperacillin wird zur Behandlung schwerer Allgemeininfektionen wie Meningitis, Pneumonie und Septikämie, aber auch Infektionen der Harnwege, des Genitaltraktes und der Gallenwege. Ursache für diesen Lieferengpass ist ein schwerer Betriebsunfall in einer Herstellungsproduktionsstätte. Laut Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit liegt ein Versorgungsengpass  piperacillinhaltiger Arzneimittel vor. Deshalb können die zuständigen Behörden der Länder ein befristetes Abweichen von den Vorgaben des Arzneimittelgesetztes (AMG) gestatten, um erforderlichenfalls auch eine Behandlung mit Arzneimitteln zu ermöglichen, die im Geltungsbereich des AMG nicht zugelassen sind.

Es liegt momentan noch keine Information vor, wann Piperacillin-haltige Arzneimittel wieder lieferbar sind.


Datum: 06.01.2017

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit