Lieferengpass Reopro®: kein Ende absehbar

Wie der Hersteller mitteilte, wird der Lieferengpass von Reopro® auf unbestimmte Zeit weiter bestehen. Alternativpräparate sind verfügbar.

Infobrief

Der Hersteller Janssen-Cilag und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) teilten in einem Informationsbrief Ende April 2018 mit, dass der Lieferengpass von Reopro® (Wirkstoff: Abciximab) auf unbestimmte Zeit fortbestehen wird. Der Lieferengpass besteht bereits seit September 2017, bedingt durch Produktionsunterbrechungen beim Lohnhersteller. Der Hersteller hatte darüber auch in einem Rote-Hand-Brief informiert.

Indikationen von Reopro®

Reopro® ist indiziert zur Anwendung bei Erwachsenen – zusätzlich zur Anwendung von Heparin und Acetylsalicylsäure- bei:

  • Perkutaner Koronarintervention (Ballondilatation, Atherektomie, Stentimplantation), um ischämische kardiale Komplikationen zu vermeiden.
  • Instabiler Angina pectoris, um das Risiko eines Herzinfarktes kurzfristig (1 Monat) herabzusetzen, wenn Patienten nicht auf die umfassende konventionelle Therapie ansprechen und eine perkutane Koronarintervention vorgesehen ist.

Alternative Wirkstoffe

Von Anfang März bis Ende Mai 2018 konnte/kann der Hersteller kurzzeitig geringe Mengen von Reopro® zur Verfügung stellen.

Bis zum Ende des Lieferengpasses können Alternativpräparate genutzt werden, zu deren Bevorratung Apothekerinnen und Apothekern geraten wird. Alternative Wirkstoffe sind beispielsweise Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten oder Bivalirudin.

Autor: Dr. Melanie Klingler

Stand: 04.05.2018

Quelle:

Janssen-Cilag GmbH, Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

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