Ribociclib – Kontroverse um Zusatznutzen

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Arzneimittelkommission der deutschen Ärzte (AkdÄ) und Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sind uneinig über den Zusatznutzen von Ribociclib.

Brustkrebs

Am 4. Juli 2019 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Prädikat "Zusatznutzen" für Ribociclib nicht erteilt, obwohl das Arzneimittel in zwei Studien eine Senkung des Sterberisikos für Brustkrebs-Patientinnen um 30% erreichte.

Anders als der G-BA bewerteten die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) den Zusatznutzen von Ribociclib. Für sie ist der Überlebensvorteil belegt, das teilten sie dem G-BA auch in ihrer Stellungnahme im Zusatznutzen-Bewertungsverfahren mit.

Der G-BA ignoriert mit seiner Entscheidung zum Wirkstoff Ribociclib nicht zum ersten Mal Überlebensvorteile, so der Verband forschender Arzneimittelunternehmen (VfA) in seiner Pressemitteilung zum Nutzenbewertungsverfahren von Ribiciclib.

Laut Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) war es auch bei Palbociclib so. Palbociclib ist ein anderer Vertreter der gleichen Wirkstoffklasse. Auch hier sehen die onkologischen Fachgesellschaften therapeutischen Fortschritt. Sowohl Palbociclib als auch Ribociclib wurden deshalb in die Leitlinien aufgenommen.

In der Nutzenbewertung zu Ribociclib wurden die Studien MONALEESA-3 und MONALEESA-7 vorgelegt. Sie zeigen eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens und die Reduktion des Sterberisikos.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 18.07.2019

Quelle:

Pressemeldung des vfa vom 04.07.2019

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