Rotavirus-Infektionen bei Babys: Erkrankungsgipfel im Winter

Infektionen mit den hochansteckenden Rotaviren haben vor allem im Herbst und Winter Hochkonjunktur.

Rotavirus

Infektionen mit den hochansteckenden Rotaviren haben vor allem im Herbst und Winter Hochkonjunktur. Die Gründe dafür sind verschieden. Dadurch, dass das Immunsystem in der kalten Jahreszeit bereits angeschlagen ist, können sich die Erreger besser im Körper ansiedeln und zum Ausbruch der Erkrankung führen. Bei Säuglingen und Kindern ist das Immunsystem generell noch nicht vollständig ausgereift und in den kalten Monaten somit noch anfälliger für die aggressiven Viren. Ein weiterer Grund für die schnelle Verbreitung der Rotaviren in den Herbst- und Wintermonaten besteht darin, dass Kinder und Erwachsene sich meist in geschlossenen Räumen aufhalten. In der dort herrschenden aufgeheizten und trockenen Luft überleben Viren länger und können sich so schneller verbreiten.

Durch den Aufenthalt in geschlossenen Räumen kommen Menschen – vor allem Kinder in Spielgruppen und Kindergärten – außerdem schnell in Kontakt mit bereits infizierten anderen Kindern oder Erwachsenen. Auch kontaminierte Lebensmittel und Oberflächen, wie Spielsachen, stellen mögliche Infektionsquellen dar. Das wird sehr anschaulich in der beigefügten Grafik (© GSK) gezeigt.

Rotaviren

Rotaviren sind weltweit die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Erreger sind hochansteckend. Fast alle Kinder erkranken in den ersten fünf Lebensjahren daran. Rotavirus-Infektionen kommen das ganze Jahr über vor, vorwiegend jedoch in den Wintermonaten: die Fallzahlen steigen im Oktober an und erreichen im März ihr saisonales Maximum.

Konsiliar-Laboratorium des Robert-Koch-Institutes

Das Robert-Koch-Institut stellt ein Konsiliar-Labor zur Verfügung, das in Verdachtsfällen nach vorheriger telefonischer Rücksprache Untersuchungsmaterial auf Rotaviren testet. Das Konsiliarlabor hat für die Diagnose und Genotypdifferenzierung von Rotaviren molekularbiologische Methoden entwickelt und etabliert. Proben können nach vorheriger telefonischer Ankündigung an das Konsiliarlabor gesendet werden. Weitere Informationen sind direkt auf der Homepage des RKI zu finden.

Mehr zum Thema finden Sie auch unter:

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 30.01.2017

Quelle:

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Robert-Koch-Institut (RKI)

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