Rote-Hand-Brief Revlimid November 2016

Rote-Hand-Brief Revlimid November 2016

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Fälle von Virusreaktivierung unter Behandlung mit Lenalidomid.

Diese traten insbesondere bei Patienten auf, die zuvor mit Herpes-Zoster oder Hepatitis-B-Viren infiziert worden waren.  In einigen Fällen führte die HBV-Reaktivierung zu einem akuten Leberversagen und zum Tod.

Folgende Maßnahmen sind zu beachten:

  • Vor Beginn der Behandlung ist der HBV-Status abzuklären.
  • Bei Patienten mit positiver HBV-Testung sollte ein Arzt mit Erfahrung in der Hepatitis-B-Behandlung herangezogen werden.
  • Engmaschige Überwachung von infizierten Patienten auf Symptome einer Virusreaktivierung einschließlich HBV-Infektion.

Revlimid wird eingesetzt in der Behandlung von erwachsenen Patienten mit unbehandeltem multiplem Myelom, die nicht transplantierbar sind, und in Kombination mit Dexamethason für die Behandlung des multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben. Darüber hinaus ist Revlimid indiziert für die Behandlung von Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie infolge myelodysplastischer Syndrome mit Niedrig- oder Intermediär-1-Risiko in Verbindung mit einer isolierten Deletion 5q als Izytogenetische Anomalie, wenn andere Behandlungsoptionen nicht ausreichend oder
nicht angemessen sind, und für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzell-Lymphom.

Weiterführende Hintergrundinformationen sind dem beigefügten Rote-Hand-Brief zu entnehmen.

rote-hand-brief-revlimid.pdf


Datum: 08.11.2016

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Quelle: Celgene GmbH