Neueinführung Xeljanz

Zum 1. Mai 2017 ist das Arzneimittel Xeljanz zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Arthritis in Deutschland verfügbar.

Rheumatische Hand

Was ist Xeljanz?

XELJANZ ist in Kombination mit Methotrexat (MTX) indiziert zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis (RA) bei erwachsenen Patienten. Es wird eingesetzt, wenn eine Behandlung mit einem andern DMARD (Disease-modifying antirheumatic drugs), also einem krankkheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimittel, nicht ausreichend wirksam war oder die Nebenwirkungen überwogen haben. Das Arzneimittel des pharmazeutischen Unternehmens Pfizer enthält den Wirkstoff Tofacitinib.

Wie wird Xeljanz angewendet?

Xeljanz ist als 5 mg-Tabletten erhältlich. Die Tabletten werden 2x täglich eingenommen.

Dosisanpassung

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Methotrexat ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich.

Unterbrechen und Absetzen der Behandlung

Falls es bei einem Patienten zu einer schwerwiegenden Infektion kommt, ist die Behandlung mit XELJANZ zu unterbrechen, bis die Infektion unter Kontrolle ist.
Dosisbezogene anomale Laborbefunde wie Lymphopenie, Neutropenie und Anämie kann eine Dosisunterbrechung erforderlich sein. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Fachinformation.
Liegt die absolute Lymphozytenzahl unter 750 Zellen/mm³ sollte keine Behandlung eingeleitet werden.

Wie wirkt Xeljanz?

Der Wirkstoff in Xeljanz ist Tofacitinib. Tofacitinib ist ein Januskinase-Hemmer. Die Januskinasen sind Enzyme, die eine wichtige Rolle beim Prozess der Entzündung und Schädigung der Gelenke spielen. Durch das Blockieren ihrer Wirkung hilft Tofacitinib dabei, Entzündungen und andere Symptome der Krankheit zu lindern.

Nebenwirkungen von Xeljanz

Am häufigsten treten Infektionen der oberen Atemwege und Nasopharyngitis auf. Sehr häufig sind Kopfschmerzen, Infektionen und Entzündungen von Nase und Rachen, Diarrhö, Übelkeit und Hypertonie. Eine Auflistung aller Nebenwirkunken entnehmen Sie bitte der Fachinformation.

Kontraindikationen

Xeljanz darf nicht angewendet werden bei

  • Patienten mit aktiver Tuberkulose,
  • schwerer Infektion
  • opportunistischer Infektion
  • Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen
  • schwangeren und stillenden Frauen

Welchen Nutzen hat Xeljanz in den Studien gezeigt?

Xeljanz wurde in sechs Studien unter Beteiligung von mehr als 4 200 Patienten mit rheumatoider Arthritis getestet. Dabei war Xeljanz bei der Reduzierung von Schmerzen und Schwellungen in Gelenken wirksam. Die Beweglichkeit der Gelenke konnte verbessert und die Gelenkschädigung verlangsamt werden. Zuvor hatten die meisten Patienten andere Behandlungen ausprobiert. Meistens wurde Xeljanz kombiniert mit Methotrexat eingenommen.

In einer der Studien wurde Xeljanz allein im Vergleich zu Methotrexat angewendet. Dabei war Xeljanz bei der Verlangsamung der Schädigung der Gelenke und bei der Reduzierung von Symptomen wirksamer als Methotrexat.

In einer anderen Studie war Xeljanz in der Alleinanwendung wirksamer als Placebo bei der Reduzierung von Symptomen, wie etwa Schmerzen und Schwellungen.

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Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 30.04.2017

Quelle:

Pfizer Pharma GmbH

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