Neueinführung Fasenra

Fasenra wurde im Februar 2018 als Präparat zur Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma zugelassen.

Asthma

Wie wird Fasenra angewendet?

Das Biologikum Fasenra wird als Add-on in der Erhaltungstherapie bei Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma eingesetzt, deren Erkrankung trotz hoch dosierter inhalativer Corticosteroide plus lang wirksamen β-Sympathomimetika unzureichend kontrolliert ist. Das Arzneimittel befindet sich im Vertrieb von AstraZeneca und enthält den Wirkstoff Benralizumab. Die empfohlene Dosis von Benralizumab beträgt 30 mg als subkutane Injektion, die ersten drei Dosen werden in einem Abstand von 4 Wochen gegeben. Anschließend wird das Medikament alle 8 Wochen verabreicht.

Wirkmechanismus

Benralizumab ist ein anti-eosinophiler, humanisierter, afucosylierter, monoklonaler Antikörper (IgG1, kappa). Benralizumab bindet mit hoher Affinität und Spezifität an die Alpha-Untereinheit des menschlichen Interleukin-5-Rezeptors (IL-5Rα). Der IL-5-Rezeptor wird spezifisch auf der Oberfläche von Eosinophilen und Basophilen exprimiert. Das Fehlen von Fucose im Fc-Bereich von Benralizumab führt zu einer hohen Affinität von Benralizumab zu FcγRIII-Rezeptoren auf Immuneffektorzellen (z. B. natürlichen Killerzellen). Dies führt durch eine verstärkte antikörperabhängige zellvermittelte Zytotoxizität (antibody-dependent cellmediated cytotoxicity, ADCC) zur Apoptose von Eosinophilen und Basophilen. Dadurch wird die eosinophile Entzündung reduziert.

Nebenwirkungen von Fasenra

Am häufigsten kommt es zu Kopfschmerzen und Pharyngitis. Desweiteren treten häufig Überempfindlichkeitsreaktionen, Urtikaria und Hautausschlag sowie Reaktionen an der Injektionsstelle auf.

Studienlage

Grundlage der Zulassung sind die Ergebnisse der drei Studien SIROCCO, CALIMA und ZONDA.

In den beiden Exazerbationsstudien SIROCCO und CALIMA reduzierte Benralizumab im Vergleich zu Placebo signifikant die jährliche Exazerbationsrate und verbesserte die Lungenfunktion. In der ZONDA-Studie führte die Benralizumab-Gabe zu einer signifikanten Reduktion der benötigten Dosis an oralen Corticosteroiden.

Weitere Details können Sie auch der vorliegenden Fachinformation entnehmen.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 20.02.2018

Quelle:

AstraZeneca GmbH GB Spezialvertrieb

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • Auf Google+ teilenTeilen
  • MerkenMerken
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden

Letzte Neueinführungen

Meistgelesene Meldungen

Pharma News

Ärztliche Fachgebiete

Orphan Disease Finder

Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen:

 

Newsletter