Behandlung mit Fingolimod wird vergütet

Seit 1. Juli 2019 wird die Beobachtung und Betreuung von Patienten mit multipler Sklerose bei der Gabe des Medikaments Fingolimod nun auch vergütet. Es wurde dafür eine neue Leistung in den EBM aufgenommen.

Fingolimod

Patienten-Überwachung mit EKG und Blutdruckmessung

Bei der Einnahme von Fingolimod zur Behandlung einer Multiplen Sklerose sind engmaschige Kontrolluntersuchungen vorgeschrieben. So müssen die Patienten vor der ersten Medikamentengabe und sechs Stunden nach der ersten Dosis mit einem EKG überwacht werden. Zudem erfolgen stündliche Messungen von Puls und Blutdruck, um eventuelle Symptome einer Bradykardie frühzeitig zu erkennen.

GOP 01516 neu im EBM-Katalog

Für die aufwändige Begleitung von Patienten mit multipler Sklerose, die mit Fingolimod behandelt werden, erhalten Neurologen 151,95 Euro (1404 Punkte). Diese werden zunächst extrabudgetär abgerechnet. Die Abrechnung erfolgt mit der neuen Gebührenordnungsposition (GOP) 01516.

Abrechnung bei Erstgabe und Wiederaufnahme der Therapie

Die Abrechnung der EBM-Ziffer GOP 01516 kann bei der Erstgabe sowie bei der Umstellung der Tagesdosis von 0,25 auf 0,5 Milligramm berechnet werden.

Eine Abrechnung ist auch möglich, wenn die Therapie unterbrochen wird – in den ersten zwei Behandlungswochen einen Tag oder mehrere Tage, in der dritten und vierten Woche mehr als sieben Tage oder nach dem ersten Behandlungsmonat mehr als zwei Wochen.

Gilenya

Fingolimod ist unter dem Handelsnamen Gilenya erhältlich. Der Hersteller ist Novartis Pharma GmbH.

Gilenya liegt in zwei Stärken vor:

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 17.07.2019

Quelle:

Pressemeldung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom  04.07.2019, abgerufen am 17.07.2019

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