Lorlatinib: Pfizer erhält Zulassungsempfehlung

Pfizer hat Ende Februar die Zulassungsempfehlung für das Lorlatinib-haltige Arzneimittel Lorviqua zur Behandlung von Patienten mit anaplastischem Lymphokinase (ALK)-positivem nicht kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erhalten.

Lungenkrebs Aufnahme

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gab Ende Februar eine positive Stellungnahme zu Lorviqua ab. Der Zulassungsantrag für Lorviqua basierte auf Ergebnissen einer nicht-randomisierten, dosisabhängigen multizentrischen Phase-1/2-Studie (B7461001) mit insgesamt 229 Patienten mit ALK-positivem metastasierenden NSCLC.

Lorlatinib, ein anaplastischer Lymphomkinase (ALK)-Tyrosinkinse-Inhibitor (TKI), ist  in den USA, Kanada und Japan bereits unter dem Markennamen LORBRENA® zugelassen.

Indikationen Lorviqua (Lorlatinib)

Die Empfehlung des CHMP betrifft die bedingte Zulassung von LORVIQUA als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), deren Erkrankung nach Alectinib oder Ceritinib als erster ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor (ALK-TKI)-Therapie fortgeschritten ist oder deren Behandlung mit Crizotinib und mindestens einem weiteres ALK TKI.

Die Umstellung auf die normale Genehmigung setzt voraus, dass umfassende Daten vorliegen, die bestätigen, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis positiv ist. Die Stellungnahme des CHMP wird nun von der Europäischen Kommission (EC) überprüft, wobei in den kommenden Monaten eine Entscheidung erwartet wird. Lorviqua wird als 25 mg und 100 mg Filmtabletten erhältlich sein.

Pharmakologie Lorlatinib

Lorlatinib ist ein Proteinkinase-Inhibitor (L01XE), der die Autophosphorylierung von ALK, die ALK-vermittelte Phosphorylierung von nachgeschalteten Signalproteinen und die Proliferation von ALK-abhängigen Krebszellen hemmt. Lorviqua wurde speziell entwickelt, um Tumormutationen zu hemmen, die eine Resistenz gegen andere ALK-Inhibitoren bewirken und um die Blut-Hirn-Schranke zu durchdringen. Wie Dr. med. Chris Boshoff von Pfizer in der Pressemeldung mitteilte ist die Behandlung von Medikamentenresistenzen und Rezidiven nach wie vor eine Herausforderung bei der Behandlung von ALK-positivem, nicht kleinzelligem Lungenkrebs.

Die Behandlung mit Lorviqua führte bei Patienten, die zuvor mit anderen ALK-Tyrosinkinase-Inhibitoren behandelt wurden, zu klinisch relevanten Ansprechraten und -dauern.

Nebenwirkungen Lorviqa

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie, Ödeme, periphere Neuropathie, Müdigkeit, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen.

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 13.03.2019

Quelle:

Pressemeldung der Firma Pfizer, abgerufen am 13.03.2019

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