ASCO 2019: Längeres Überleben für prämenopausale Frauen mit HR+/HER2- Brustkrebs

Erste Studiendaten aus der MONALEESA-7-Studie belegen die Wirksamkeit und Sicherheit des CDK4/6-Inhibitors Ribociclib in der Therapie des fortgeschrittenen Hormonrezeptor(HR)-positiven Mammakarzinoms.

Brustkrebs

ONALEESA-7 ist die erste Studie, die die Wirksamkeit und Sicherheit von CDK4/6-Inhibitoren - in diesem Fall Ribociclib – ausschließlich bei prämenopausalen Patientinnen evaluiert. Beim ASCO-Kongress wurden erstmals Überlebensdaten vorgestellt. In der placebokontrollierten Phase-III-Studie wurde Ribociclib bei knapp 672 zuvor unbehandelten prämenopausalen Patientinnen mit HR+/HER2- Mammakarzinom in Kombination mit einem nicht-steroidalen Aromatasehemmer (nsAI) oder Tamoxifen plus einem GnRH-Analogon evaluiert. Vergleichsgruppe war die reine endokrine Therapie plus Placebo.

Wie Dr. Sara Hurvitz (Los Angeles, CA, USA) im Rahmen einer Oral Abstract Session berichtete, lebten die Patientinnen, die Ribociclib erhalten hatten, signifikant länger als die Frauen der Vergleichsgruppe. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 42 Monaten lag die Gesamtüberlebensrate (OS-Rate) unter der endokrinen Therapie plus Ribociclib bei 70 % im Vergleich zu 46 % unter Placebo plus endokrine Therapie. Dies entspricht einer 29 %igen Reduktion des Mortalitätsrisikos (s.Abb.).

PA Brustkrebs Monaleesa

MONALEESA-7-Studie: Gesamtüberleben der Patientinnen unter einer Therapie mit Ribociclib oder Plazebo, jeweils in Kombination mit einer endokrinen Therapie, nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 42 Monaten

Der Überlebensvorteil zeigte sich unabhängig davon, ob Ribociclib zusammen mit einem nsAI (OS-Rate 70 vs. 43 %) oder mit Tamoxifen (OS-Rate 71 vs. 55 %) gegeben wurde. Eine frühere Analyse hatte bereits ergeben, dass auch das progressionsfreie Überleben (PFS) unter Ribociclib signifikant verbessert wird (median 23,8 vs. 13 Monate). Hurvitz betonte, dass zum Zeitpunkt des Datenschnitts noch 35 % der Patientinnen, die Ribociclib zusätzlich zur endokrinen Therapie erhalten hatten, die Behandlung fortführten.
„Das ist das erste Mal, dass eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens mit einem CDK4/6-Inhibitor in Kombination mit einer endokrinen Therapie bei Patientinnen mit HR+/HER2– Mammakarzinom beobachtet wurde,“ betonte die US-amerikanische Brustkrebsexpertin.

Autor: Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann, DER PA ONKOLOGIE & HÄMATOLOGIE

Stand: 12.08.2019

Quelle:

Hurvitz S et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr LBA1008)

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