Packungsabbildung Tardyferon® Depot-Eisen(II)-sulfat 80 mg Retardtabletten von Pierre Fabre Pharma GmbH

Tardyferon® Depot-Eisen(II)-sulfat 80 mg Retardtabletten

Pierre Fabre Pharma GmbH

Präparat

Kennzeichen
Gebrauchsinformation

Kein Beipackzettel vom Hersteller bereitgestellt

Identa-Info
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Packungsgrößen
  • Tardyferon® 20 Retardtbl. N1
  • Tardyferon® 50 Retardtbl. N2
  • Tardyferon® 100 Retardtbl. N3
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ICD-10 Code

nur für Fachkreise.

Basisinformation

Zusammensetzung

1 Ret.-Tbl. enth. 247,25 mg getrocknetes Eisen(II)-sulfat (entspr. 80 mg Eisen). Sonst. Bestandt.: Tablettenkern: Maltodextrin, mikrokrist. Cellulose, Ammoniummethacrylat-Copolymer B (Eudragit RS 30D) Ammoniummethacrylat-Copolymer A (Eudragit RL 30D), Talkum, Triethylcitrat, Glyceroldibehenat (Ph. Eur.). Tablettenüberzug: Sepifilm LP010 (Hypromellose, mikrokrist. Cellulose, Stearinsäure), Eisen(III)-oxid gelb (E 172), Eisen(III)-oxid rot (E 172), Titandioxid, Triethylcitrat.

Anwendung

Therapie von Eisenmangelzuständen.

Gegenanzeigen

Eisenüberladung, insbesondere normo- od. hypersiderämische Anämie, wie Thalassämie, refraktäre Anämie, Anämie aufgrund von medullärer Insuffizienz. Kinder unter 10J.

Schwangerschaft

Anwend. möglich. Nicht über längere Zeit in hoher Dosierung von 2x 1 Ret.-Tbl.

Nebenwirkungen

Häufig: Verstopfung, Durchfall, aufgeblähter Bauch, Bauchschmerzen, verfärbte Stühle, Übelkeit. Gelegentl.: Kehlkopfödeme. Abnormale Stühle, Dyspespie, Erbrechen, Gastritis. Pruritus, erythematöser Ausschlag. Nicht bekannt: Hypersensibilität, Urtikaria, Lungennekrosen (Bronchialnekrosen)**, Lungengranulome**, Bronchostenosen**. Zahnverfärbungen*, Mundulzera*, ösophageale Läsionen**, gastrointest. Melanose. In der Literatur wurden Fälle von gastrointest. Melanose bei ält. Pat. mit e. chron. Nierenerkrank. mit unbekannter Häufigkeit berichtet; diese Pat. wurden aufgrund von Diabetes u./od. Bluthochdruck mit mehreren Medikamenten geg. diese Krankheiten behandelt u. erhielten gleichzeit. Eisenpräp. zur Behandl. der assoziierten Anämie. Falsch positive Reakt. bei Benzidinprobe od. ähnlichen Tests zum Nachweis okkulter Blutungen im Stuhl sind mögl. Tardyferon 3 Tage vor der Untersuchung absetzen. * Mundulzera u. Zahnverfärbungen im Zusammenhang mit einer nicht ordnungsgemäßen Verabreichung, wenn die Tbl. gekaut, gelutscht od. länger im Mund gelassen werden. ** B. Pat., insbes. bei ält. Pat. od. Pat. mit Schluckbeschwerden besteht zudem das Risiko von ösophagealen Läsionen, Bronchialgranulomen u./od. bronchialer Nekrose, die zu Brochostenose führen können, bei Aspiration von Tbl. mit Eisensulfat.

Wechselwirkungen

Gleichzeit. Anw. nicht empfohlen: Injizierbare Eisensalze: Lipothymia od. sogar Schock, zurückzuführen auf schnelle Freisetzung von Eisen aus seiner komplexen Form u. Transferrin-Sättigung. Vorsichtsmaßn. erforderl. bei: Cholestyramine: Vermind. der gastrointest. Resorption von Eisensalzen. Eisensalze 1-2 Std. vor od. 4-6 Std. nach der Einn. von Cholestyraminen einn. Tardyferon nicht innerhalb der folgenden 2-3 Std. nach Verabreichung e. der im folgenden genannten Substanzen einn.: Antacida: Gastroint. Resorption von Eisen wird durch die gleichzeit. Anw. von Präp. die Calcium, Magnesium (Magnesiumtrisilicate) u. Aluminium enthalten, vermindert. Vermind. der gastrointest. Resorption von Eisensalzen durch Calcium u. Zink sowie Vermind. der Resorption von Zink durch Eisensalze. Vermind. der gastrointest. Resorption von Bisphosphonaten durch Bildung schlecht resorbierbarer Komplexe. Vermind. der gastrointest. Resorption der Tetracycline sowie der Eisensalze durch die Bildung schlecht resorbierbarer Komplexe. Vermind. der gastrointest. Resorption von Penicillamin durch Bildung schlecht resorbierbarer Komplexe. Dadurch erhöht sich das Toxizitäts-Risiko von D-Penicillamin, wenn die Behandl. mit Eisensulfat beendet wird. Vermind. der gastrointest. Resorption von L-Thyroxin durch die Bildung schlecht resorbierbarer Komplexe bei Pat., die e. Substitutionsther. erhalten (führt zu Hypothyroxinämie). Vermind. der gastrointest. Resorption von Dopamin-Derivaten durch die Bildung schlecht resorbierbarer Komplexe. Eisensalze vermind. die Resorption von Goldverbindungen. Gleichzeit. Einn. mit Salicylaten od. nichtsteroidalen Antirheumatika kann die Reizwirkung des Eisens auf die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes verstärken. Chinolon-Antibiotika 4 Std. vor od. 4-6 Std. nach einer Eisensalz-Dosis einn., da Eisensalze die gastrointest. Resorption von Chinolon-Antibiotika durch die Bildung schlecht resorbierbarer Komplexe vermindern. Phytinsäuren (Vollkorngetreide), Polyphenole (Tee, Kaffee, Rotwein), Calcium (Milch, Milchprodukte) u. einige Proteine (Eier) hemmen die Eisenaufnahme signifikant. Zw. der Einn. von Eisensalzen u. diesen Lebensmitteln sollte mind. ein Abstand von 2 Std. liegen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bes. Vorsicht, falls diätetische od. andere Eisensalz-Ergänzungen verwendet werden (mögl. Eisenüberdosierung.). Bei vorbestehenden Entzündungen od. Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut Nutzen sorgfältig geg. Risiko einer Verschlimmerung abwägen. Eine Hyposiderämie im Zusammenhang mit einer entzündlichen Symptomatik spricht nicht auf eine Eisenbehandl. an. Wenn mögl. die Therapie mit einer Behandl. der Ursache kombinieren. Aufgrund des Risikos von Mundulzera u. Zahnverfärbungen, Tbl. nicht lutschen, kauen od. länger im Mund lassen, sofort unzerkaut mit Wasser schlucken. Die Aspiration von Eisensulfat-Tbl. kann eine Nekrose der Bronchialschleimhaut verursachen, die zu Husten, Hämoptyse, Bronchostenose u./od. Lungeninfektion führen kann (auch wenn die Aspiration einige Tage bis Mon. vor diesen Symptomen erfolgte). Ältere Pat. mit Schluckbeschwerden sollten nur nach sorgfält. Abwägung des Aspirationsrisikos behandelt werden. Alternative Formulierungen sollten in Betracht gezogen werden. Pat. sollten bei Verdacht auf Aspiration einen Arzt aufsuchen. Bes. Vorsicht bei älteren Pat. u. Pat. mit Schluckbeschwerden wegen Risiko von Speiseröhrenschäden (Ulzerationen der Speiseröhre) od. Rachenulzerationen.

Dosierung

Erw. u. Kdr. ab 10 J.: Leichte Eisenmangelzustände: 1x tgl.1 Ret-Tbl. Schwere Eisenmangelzustände: Je nach Körpergewicht 1-2x tgl. 1 Ret.-Tbl. Bei einem Körpergewicht < 32 kg: 1x tgl. 1 Ret.-Tbl. Bei einem Körpergewicht ≥ 32 kg: 2x tgl. 1 Ret.-Tbl. morgens u. abends. Nach 3 Wo. kann die Dosis auf 1x tgl. 1 Ret.-Tbl. reduziert werden. Weitere Infos siehe Fachinfo, Stand November 2018.

Wirkstoff

1 Retardtablette

Darreichungsform
Retardtablette
Wirkstoffe
Inhaltsstoffe

Identa

Für Fachkreise sind zusätzliche Gelbe Liste Identa Fachinfos zu Tardyferon® Depot-Eisen(II)-sulfat 80 mg Retardtabletten von Pierre Fabre Pharma GmbH verfügbar:

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Preise und Preisvergleich

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