Malaria

Malaria gilt seit jeher als eine der bedeutendsten Reisekrankheiten. Mehrere hundert Urlauber kehren jährlich mit der lebensgefährlichen Infektion aus dem Urlaub zurück.

Malaria

Prävalenz und Vorkommen

  • Deutschland: mehrere 100 Fälle pro Jahr, fast immer Urlauber
  • Mortalität: 600.000 Menschen weltweit
  • Vorkommen: Tropen und Subtropen
  • regionale Schwerpunkte: afrikanische Länder südlich des Äquators, Teile Indonesiens und der Norden Südamerikas.

Ursache und Übertragung

  • Infektion mit Plasmodien
  • Übertragung vor allem durch den Stich weiblicher infizierter Anopheles-Mücken
  • Inkubationszeit: je nach Verlaufsform 7 bis 21 Tage.

Symptome

  • Verlauf als Malaria tropica, Malaria tertiana und Malaria quartana
  • Malaria tropica (schwerste Verlaufsform): Beginn mit hohem Fieber (40°C), dann Kopf- und Muskelschmerzen, Diarrhoe, Emesis; nach Fieberabfall neue Schübe mit Schüttelfrost und Bewusstseinsstörungen, Anämie durch Zerfall der Erythrozyten mit Myocardschädigungen, Kreislaufversagen; bei ZNS-Beteiligung Lähmungen und Krämpfe mit Lebensgefahr.
  • Malaria tertiana und Malaria quartana: leichterer Verlauf mit wiederkehrenden Fieberschüben, leichte Anämie (tertiana).

Therapie

Prophylaxe/Impfung

  • medikamentöse Präexpositionsprophylaxe mit Chloroquin, Mefloquin, Atovaquon, Proguanil, Artemether oder Lumefantrin
  • konsequenter Mückenschutz
  • Impfstoff mit positiver EMA-Bewertung im Zulassungsverfahren, Zulassung für 2018 erwartet.

Autor: Charly Kahle

Stand: 28.11.2016

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)

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