Q-Fieber

Q-Fieber breitet sich in Deutschland aus. Die Infektion mit grippeähnlichen Beschwerden wird von Wiederkäuern auf Menschen übertragen. In 2 Prozent der Fälle verläuft die Zoonose tödlich.

Rindherde

Prävalenz und Vorkommen

  • RKI meldet steigende Fallzahlen: 115 (2013), 262 (2014), 320 (2015)
  • Mortalität: 10 Prozent der Erkrankten (weltweit: 2 Prozent der Infizierten)
  • Vorkommen: weltweit.

Ursache und Übertragung

  • Infektion mit dem Bakterium Coxiella burnetii
  • Übertragung: Inhalation von infiziertem Staub aus zerfallenem Tierkot, Kontakt mit infizierten Tieren, Verarbeiten von infiziertem Fleisch
  • extrem hohe Infektiosität (aerogene Reichweite mehr als 2 km)
  • Inkubationszeit: 14 bis 21 Tage.

Symptome

  • 50 Prozent der Infektionen symptomfrei
  • akuter Verlauf: grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Schüttelfrost, häufig starke Muskel- und Stirnkopfschmerzen
  • Komplikationen akutes Q-Fieber: Pneumonie, Hepatitis, Myokarditis, Perikarditis, Meningoenzephalitis
  • chronisches Q-Fieber (1 Prozent der akuten Verläufe): nach 6 Monaten bis 10 Jahren Q-Fieber-Endokarditis, selten: chronische Infektionen von Knochen, Lunge oder Leber.

Q-Fieber und Schwangerschaft

  • deutliches erhöhtes Risiko für Früh- und Fehlgeburten
  • besonders groß bei Erstinfektion im ersten Trimenon
  • chronische maternale Infektionen von Organen oder Knochen.

Therapie

Prophylaxe/Impfung

  • Impfstoff (Q-Vax) bislang in Deutschland nicht zugelassen (November 2016)
  • schnelle Identifikation von Infektionen in Nutztierbeständen.

Autor: Charly Kahle

Stand: 01.12.2016

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI)

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • MerkenMerken
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden
Anzeige

Reise und Impfung

Pharma News

Ärztliche Fachgebiete

Orphan Disease Finder

Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen:

 

Newsletter