Afrika

Prävalenz und Vorkommen

  • Importierte Fälle in Europa möglich, bislang aber keine Meldungen
  • Mortalität: 1 bis 3 Prozent, bei hämorrhagischem Fieber 25 bis 50 Prozent
  • Vorkommen: Afrika, südlich der Sahara
  • regionale Schwerpunkte: Ausbrüche in Namibia, Tansania, Südafrika; vermehrt Fälle in Ägypten, Somalia, Jemen und Saudi-Arabien.

Ursache und Übertragung

  • Infektion mit dem Rifttalvirus aus der Gruppe der Phleboviren (Familie: Bunyaviridae)
  • Übertragung von Nutztieren wie Ziegen, Schafen, Kamele und Rinder durch Mückenstiche
  • Einatmen kontaminierter Stäube, bei direktem Tierkontakt oder durch Verzehr von nicht-erhitztem Fleisch sowie nicht-pasteurisierten Milchprodukten
  • Rifttalviren überleben in Mückeneiern und Mückenlarven jahrelang
  • Inkubationszeit: 3 bis 12 Tage.

Symptome

  • akuter Verlauf: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Dauer: 2 bis 4 Tage, Erkrankung überstanden
  • Fulminantes bzw. hämorrhagisches Rifttal-Fieber (1 bis 3 Prozent): hämorrhagisches Fieber, Petechien, Hepatitis, bis zu 50 Prozent letale Verläufe durch innere Blutungen
  • Bei Überlebenden: 1 bis 2 Wochen nach Fieberabfall Meningitis, Enzephalitis oder Meningoenzephalitis (ohne Therapie tödlicher Verlauf).
  • Spätkomplikationen: Uveoretinopathien mit Sehstörungen, Gesichtsfeldausfällen, Netzhautablösungen, Einblutungen und Ödemen, nicht selten Erblindung.

Therapie

  • symptomatische Behandlung nach individuellem Bedarf
  • antivirale Therapie mit Ribavirin und einem Immunserum in Erprobung, Stand im November: wechselnde, zum Teil sehr gute Erfolge
  • Erkrankung und Erregernachweise sind meldepflichtig.

Prophylaxe/Impfung

  • Totimpfstoff gegen Rifttal-Fieber in USA, Südafrika und Ägypten verfügbar, in Deutschland nicht zugelassen
  • auf Reisen in Risikogebiete nicht in unmittelbare Nähe von Wiederkäuern begeben, vor allem Schlachtungen, Tiergeburten und Tierkadaver meiden
  • konsequenter Mückenschutz.

Autor: Charly Kahle

Stand: 01.12.2016

Quelle:

Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)