Rote-Hand-Brief zu Zaltrap

Sanofi Aventis informiert in einem Rote-Hand-Brief über Fälle von Osteonekrosen des Kieferknochens unter der Behandlung mit Zaltrap (Aflibercept).

Zaltrap (Aflibercept) wird in der Krebstherapie eingesetzt. Es wird in Kombination mit einer Chemotherapie (Irinotecan/5-Fluorouracil/Folinsäure (FOLFIRI)) zur Behandlung von Erwachsenen, die ein metastasierendes kolorektales Karzinom aufweisen, das unter oder nach einer Oxaliplatin-Therapie fortgeschritten ist, eingesetzt. In einigen Fällen wurde auch eine Begleitbehandlung mit i.v. angewendeten Biphosphonaten und/oder invasiven zahnmedizinischen Eingriffen berichtet. Beim Einsatz von Aflibercept sollte berücksichtigt werden, dass dies ein zusätzlicher Risikofaktor für die Entwicklung von Osteonekrosen des Kieferknochens sein kann, insbesondere wenn es in Kombination mit i.v. angewendeten Bisphosphonaten eingesetzt wird. Dabei ist es egal, ob diese gleichzeitig oder nacheinander verabreicht wurden.
 
Folgende Handlungsanweisen werden gegeben:

  • Vor Behandlungsbeginn sollte eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen und zahnmedizinische Vorsorgemaßnahmen in Erwägung gezogen werden, da invasive Eingriffe ein bekannter Risikofaktor für Osteonekrosen des Kieferknochens sind.
  • Bei Patienten, die mit Aflibercept behandelt werden und die vorher oder auch gleichzeitig mit intravenös angewendeten Bisphosphonaten behandelt wurden/werden, sollten invasive zahnmedizinische Eingriffe nach Möglichkeit vermieden werden.

Weiterführende Informationen können Sie auch dem Rote-Hand-Brief entnehmen, der hier im Original angehängt ist. Die Fachinformation und die Packungsbeilage werden aktualisiert.

PDFRote-Hand-Brief Zaltrap

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 17.03.2016

Quelle:

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

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