BTM A-Rezept (Ausnahmeverschreibung)

Überschreitung der Höchstverschreibungsmenge innerhalb von 30 Tagen

Innerhalb von 30 Tagen darf der Arzt für einen Patienten maximal bis zu zwei der unter § 2 Abs. 1 BtMVV, Buchstabe a aufgeführten Betäubungsmittel bis zu der genannten Höchstmenge verschreiben. Sobald die Höchstmenge in diesem Zeitraum überschritten wird, ist das Rezept vom Arzt entsprechend § 2 Abs. 2 Satz 2 BtMVV mit dem Buchstaben „A“ zu kennzeichnen. Betäubungsmittelrechtlich ist allerdings z.B. wegen Sicherstellung der Therapie im Urlaub o.ä. keine Begrenzung der Reichdauer des BtM-Rezeptes vorgesehen worden. Die BtMVV lässt die Möglichkeit einer ökonomischen Verschreibungsweise zu. Eine Verschreibung bis zu der in der BtMVV festgesetzten Höchstmenge ist - unter Wahrung der Sicherheit und Kontrolle des BtM-Verkehrs - grundsätzlich auch für mehr als 30 Tage möglich.

 BTM-Ausnahmeverordnung
Abbildung: BTM-Ausnahmeverordnung

1. Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift des Patienten (Krankenkasse und Versichertenstatus werden ggf. angekreuzt. Privatrezepte werden mit Vermerk „Privat“ rechts in der Zeile neben „Gebührenfrei“ entsprechend ausgefüllt),
2. Ausstellungsdatum,
3. a.) Eindeutige Arzneimittelbezeichnung, b.) Menge des verschriebenen Arzneimittels in Gramm, Milliliter oder Stückzahl der abgeteilten Form, Hinweis: Die Angabe „1OP“ bzw. „N2“ hinter der Arzneimittelbezeichnung reicht nicht aus! c.) Angabe der Beladungsmenge, Hinweis: Auf die Angabe der Beladungsmenge kann verzichtet werden, wenn sie aus der eindeutigen Arzneimittelbezeichnung hervorgeht!

Beispiel mit notwendiger Angabe der Beladungsmenge:
Fentanyl Pflaster 50 Mikrogramm/h, 5 St., enthält 8,25 mg Fentanyl

Beispiel mit eindeutiger Arzneimittelbezeichnung:
Fentanyl–musterpharm 50 Mikrogramm/h Matrixpflaster, 5 St.

4. Gebrauchsanweisung mit Einzel- und Tagesgabe oder der Vermerk „gemäß schriftlicher Anweisung“, falls der Patient eine schriftliche Anleitung erhalten hat; bei Take-Home-Verschreibungen zusätzlich die Reichdauer des Substitutionsmittels in Tagen (i.d.R. max. 7 Tage),
5. bei Überschreiten der Höchstverschreibungsmenge innerhalb von 30 Tagen (vgl. § 2 BtMVV) der Buchstabe „A“, bei Nachreichen einer notfallbedingten Verschreibung der Buchstabe „N“, im Falle der Verschreibung zur Substitution der Buchstabe „S“ bzw. „S Z“ ,
6. Name, Anschrift einschließlich Telefonnummer und Berufsbezeichnung des verschreibenden Arztes, eigenhändige ungekürzte Unterschrift des Arztes, im Vertretungsfall zusätzlich der Vermerk „i.V.“,


Datum: 11.04.2016

Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)