Feigwarzen Genitalwarzen

Feigwarzen beziehungsweise Genitalwarzen werden durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) verursacht und bei sexuellen Kontakten übertragen.

Feigwarzen Genitalwarzen

Prävalenz und Vorkommen

  • humane Papillomviren (HPV) bei 80 Prozent der sexuell aktiven Menschen
  • 30 Prozent der HPV-Infektionen verursachen Feigwarzen
  • weltweit verbreitet, keine besonderen regionalen Schwerpunkte.

Ursache und Übertragung

  • Infektion mit HPV
  • Übertragung bei Geschlechtsverkehr (auch oral und anal) sowie sexuellen Kontakten ohne Geschlechtsverkehr (Petting).

Symptome

  • kleine, weiche, rosafarbene Warzen, häufig beetartig und in Gruppen an Scheide und Schamlippen, Penis oder After, selten auch im Mund.
  • in der Regel ohne Beschwerden
  • selten Brennen, Jucken oder Schmerzen bemerkbar.
  • Komplikationen:
  • Gebärmutterhalskrebs und andere maligne Entartungen an Penis oder Anus
  • selten Buschke-Löwenstein-Tumor bzw. Condylomata gigantea, meist aus HPV 6 und 11, Vorkommen häufiger bei reduziertem Abwehrsystem, Gefahr eines Plattenepithelkarzinoms.

Therapie

  • Invasiv: chirurgische Entfernung der Warzen möglich. Ebenfalls erfolgreich ist die Feigwarzenentfernung mittels Laser, Kryotherapie, Kauterisierung oder Elektrokoagulation. In sehr vielen Fällen reicht die medikamentöse Behandlung der Genitalwarzen aus.
  • Medikamentös: Salicylsäure, Monochloressigsäure, Trichloressigsäure, Silbernitrat, Interferon, Imiquimod, Grüntee-Extrakt, Podophyllotoxin oder 5-Fluoruracil.
  • Thuja- oder Teebaumöl, frischer Knoblauch und Schöllkrautextrakte ohne bisherigen wissenschaftlichen Nachweis für Wirkung bei Feigwarzen.

Prophylaxe/Impfung

  • Impfempfehlungen, Impfschema und Impfstoffe: siehe HPV-Impfung
  • Kondome bei Verkehr mit neuen Sexualpartnern.

Datum: 28.11.2016

Autor: Charly Kahle

Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)