Lepra

Lepra  ist eine chronische Infektionskrankheit, sie wird auch als Aussatz bezeichnet. Die Krankheit wird durch ein Bakterium ausgelöst wird.

Lepra

Ursache von Lepra ist eine Infektion mit dem Mycobacterium leprae. Infizierten bleiben die Entstellungen weitgehend erspart, wenn die Therapie rechtzeitig einsetzt.

Prävalenz und Vorkommen

  • Deutschland und Europa: importierte Einzelfälle
  • weltweit jährlich ca. 250.000 Neuerkrankungen
  • Vorkommen: in tropischen und subtropischen Ländern mit mangelhafter Hygiene
  • regionale Schwerpunkte: Südostasien (Indien, Bangladesch, Sri Lanka, Indonesien, Nepal und Myanmar), Afrika (Republik Kongo, Tansania, Mosambik, Äthiopien und Sudan), Südamerika (insbesondere Brasilien) und China.

Ursache und Übertragung

  • Infektion mit dem Mycobacterium leprae
  • Übertragung von Mensch zu Mensch, wahrscheinlich vor allem durch engen körperlichen Kontakt mit erregerreichen Infizierten
  • diaplazentare Übertragung wahrscheinlich, aber selten
  • Ansteckungswahrscheinlichkeit: 5 Prozent
  • Inkubationszeit: bis zu 5 Jahre.

Symptome

  • Nekrose von Haut- und Schleimhautzellen sowie Nervenzellen, selten betroffen sind auch Augen, obere Atemwege, Knochenmark oder Hoden
  • Verlaufsformen als indeterminierte, tuberkuloide, lepromatöse und Borderline-Lepra.

Therapie

  • tuberkuloide Form: Dapson und Rifampicin
  • lepromatöse Form: Dapson und Rifampicin plus Clofapicin
  • einzelne Hautläsionen: Kombination aus Rifampicin, Ofloxacin und Minocyclin
  • chirurgische und physiotherapeutische Maßnahmen nach Bedarf.

Prophylaxe/Impfung

  • bedingter Schutz durch Impfung gegen Tuberkulose (BCG-Impfung)
  • engen ungeschützten Kontakt zu Lepra-Kranken vermeiden.

Datum: 28.11.2016

Autor: Charly Kahle

Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI), Ständige Impfkommission (STIKO)