Anastrozol

Anwendungsgebiet von Anastrozol ist die Therapie von hormonabhängigem Brustkrebs von Frauen in und nach den Wechseljahren. Außerdem kann Anastrozol unter bestimmten Umständen zur Leistungssteigerung von weiblichen Sportlern verwendet werden. Daher steht der Wirkstoff auf der Liste der verbotenen Dopingsubstanzen.

Anastrozol: Übersicht

Anwendung

Anastrozol wird als Krebsmedikament nur nach der Menopause eingesetzt, weil das Enzym Aromatase die natürliche Östrogenproduktion in aktiven Eierstöcken vor den Wechseljahren nicht ausreichend eindämmen kann.

Pharmakologie

Anastrozol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der nicht-steroidalen Aromatasehemmer. Aromatase ist ein Enzym, das wesentlich an der Produktion von Östrogenen beteiligt ist. Östrogene wiederum fördern das Wachstum und die Metastasenbildung von östrogenabhängigen Tumoren wie Brustkrebs. Durch die Blockade der Aromatasen sinkt die verbliebene Östrogenproduktion in und nach den Wechseljahren noch einmal deutlich ab. Zudem hemmt Anastrozol in den Tumorzellen direkt die Aromatase. Und begrenzt so das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen.

Die leistungssteigernde Wirkung von Anastrozol bei weiblichen Sportlern erklärt sich durch die östrogenmindernde Wirkung. Bei sinkender Östrogenkonzentration werden beispielsweise weniger Wasser und weniger Fett im Körper eingelagert. Das verschafft Sportlerinnen beispielsweise Gewichtsvorteile.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
120511-73-1
Molare Masse:
293.37 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 45.0 H
Q0-Wert:
0.95

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 18.10.2016

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