Apomorphin

Apomorphin wird – meistens in Kombination mit Levodopa – angewendet, um die Bewegungsstörungen bei einer Parkinsonkrankheit zu lindern.

Anwendung von Apomorphin

Apomorphin wird – meistens in Kombination mit Levodopa – angewendet, um die Bewegungsstörungen bei einer Parkinsonkrankheit zu lindern. Andere Anwendungsgebiete wie als entgiftendes Brechmittel in der Notfallmedizin oder als Mittel gegen Erektionsstörungen spielen aktuell kaum mehr eine Rolle.

Wirkung von Apomorphin

Trotz chemischer Verwandtschaft mit Morphin hat Apomorphin keine schmerzstillenden Eigenschaften. Vielmehr zählt es zur Wirkstoffgruppe der Dopaminrezeptor-Agonisten. Apomorphin bindet also aktivierend an Dopaminrezeptoren im Gehirn und ahmt dort die Wirkung natürlichen Dopamins nach. Dadurch erklärt sich der positive Effekt auf die Parkinson-Bewegungsstörungen, die mit einem Dopaminmangel einhergehen.

In Medikamenten ist der Wirkstoff auch als Apomorphinhydrochlorid-0,5-Wasser enthalten.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen der Anwendung von Apomorphin sind niedriger Blutdruck, Müdigkeit, Schlafstörungen, Einschlafattacken, Übelkeit und Erbrechen. Wegen der Magen-Darm-Beschwerden wird die Apomorphin-Therapie häufig von einer Zusatzmedikation mit Domperidon begleitet.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
58-00-4
Molare Masse:
267.32 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 2.0 H
Q0-Wert:
0.6
Kindstoff(e):

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 20.10.2016

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