Aspartam

Aspartam ist ein Süßungsmittel, das in der Lebensmittel- und der pharmazeutischen Industrie eingesetzt wird.

Anwendung von Aspartam

Aspartam ist ein nahezu kalorienfreier synthetischer Süßstoff, der weltweit unter der Bezeichnung E 951 als Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie verwendet wird. In der pharmazeutischen Industrie wird er vor allem zur Geschmacksverbesserung von Medikamenten eingesetzt.

Schätzungen zufolge ist Aspartam in mindestens 5000 Produkten enthalten. Es wird in mehr als 100 Ländern vertrieben und von mehr als 250 Millionen Menschen verzehrt.

Wirkung von Aspartam

Aspartam hat einen vergleichbaren Kaloriengehalt wie Zucker, ist aber etwa 200 Mal süßer als dieser. Aspartam wird vollständig im Darm abgebaut. Dabei entstehen Methanol (ein Alkohol) sowie die Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure. Diese drei Einzelkomponenten werden dann weiter verstoffwechselt.

Nebenwirkungen von Aspartam

Klinisch relevante Nebenwirkungen von Aspartam sind nicht bekannt.

Nutzen von Aspartam – Bewertungen

Die öffentliche mediale Diskussion über Aspartam verläuft sehr kontrovers. Es gibt immer wieder Berichte, denen zufolge Aspartam beispielsweise das Erbgut schädige, Diabetes begünstige und Krebs verursache. Nach Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt es dafür keinen haltbaren Beleg. Aspartam ist demnach in den von der Industrie verwendeten Dosierungen gesundheitlich unbedenklich. Die Tageshöchstdosis gibt die EFSA mit 40 mg pro Tag an. Diese Menge an Aspartam sei mit dem Verzehr von Lebensmitteln oder Light-Getränken praktisch nicht zu erreichen.

Wie andere Experten sieht die EFSA bei der Unbedenklichkeit von Aspartam nur eine Ausnahme. Menschen mit der seltenen angeborenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie können die Aminosäure Phenylalanin nicht abbauen. Da Phenylalanin ein Abbauprodukt von Aspartam ist, dürfen Patienten mit Phenylketonurie Aspartam nicht zu sich nehmen. Aus diesem Grund gilt für alle aspartamhaltigen Produkte in der EU eine Kennzeichnungspflicht. In Deutschland geborene Säuglinge werden routinemäßig auf Phenylketonurie getestet, sodass sofort auf eine entsprechende Ernährung geachtet werden kann.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
22839-47-0
Molare Masse:
294.3 g·mol-1
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552 Präparate mit Aspartam

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