Azelainsäure

Azelainsäure gehört zur Wirkstoffgruppe der Aknemittel und wird in der Behandlung von Akne und Rosazea eingesetzt wird, um Pickel und Pusteln zu mindern.

Azelainsäure: Übersicht

Pharmakologie

Azelainsäure gehört zur Wirkstoffgruppe der Aknemittel. Der lindernde Effekt kommt auf verschiedenen Wegen zustande. Vor allem bremst Azelainsäure das bei Akne überschießende Wachstum von hornhautbildenden Zellen und anderen Hautzellen. Zudem beschleunigt der Wirkstoff die Auflösung von Mitessern, indem sie die Komedonen öffnet und abbaut. Darüber hinaus hemmt Azelainsäure offenbar Wachstum und Verbreitung der Aknebakterien (Propionibacterium acnes) und wirkt entzündungshemmend. Des Weiteren reguliert Azelainsäure eine Überproduktion von Hautfetten und normalisiert so auch die Zusammensetzung der Hautfette.

Die positive Wirkung bei Rosazea lässt sich gegenwärtig nicht erklären. Eine Annahme besteht darin, das Azelainsäure oxidativen Stress lindert und dadurch eine entzündungshemmende Wirkung entfaltet.

Nebenwirkungen

Häufigste Nebenwirkungen der Anwendung von Azelainsäure sind lokale Hautreaktionen wie Rötungen, Schwellungen und Juckreiz oder vermehrte Schuppenbildung.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
123-99-9
Molare Masse:
188.22 g·mol-1

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 20.10.2016

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