Bromocriptin

Bromocriptin gehört zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide und wird in erster Linie angewendet, um erhöhte Konzentrationen des Hormons Prolactin zu senken.

Anwendung von Bromocriptin

Anwendungsgebiete sind Abstillen, Fruchtbarkeitsstörungen oder die Einnahme von Psychopharmaka, die das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe) oder unerwünschtes Ausfließen von Muttermilch (Galaktorrhöe) als Nebenwirkung verursachen.


Weitere Anwendungsgebiete von Bromocriptin sind Parkinsonkrankheit und Akromegalie.

Wirkung von Bromocriptin

Bromocriptin gehört zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide. Im Gehirn wirkt es als Dopamin-Agonist.


Bromocriptin imitiert an Dopaminrezeptoren der Hirnanhangdrüse die Wirkung von Dopamin und stimuliert so die Freisetzung des Hypophysenvorderlappenhormons Prolactin. Dadurch unterdrückt der Wirkstoff die Milchbildung.


Zudem senkt Bromocriptin einen medikamentenbedingt-erhöhten Prolactin-Spiegel, beispielsweise durch Psychopharmaka. Folgen wie Amenorrhoe und Galaktorrhoe normalisieren sich.
Die Bewegungsstörungen bei Parkinsonkrankheit werden unter anderem durch einen Mangel an Dopamin im Gehirn verursacht. Da Bromocriptin die Dopaminwirkung nachahmt, verbessern sich die Dopamin-Mangel-Symptome.


Die aktivierende Wirkung auf die Dopaminrezeptoren bremst außerdem gleichzeitig die Produktion des Wachstumshormons Somatotropin. Dadurch wird das überschießende Wachstum bei Akromegalie gebremst.


In Medikamenten ist der Wirkstoff auch als Bromocriptinmesilat enthalten.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
25614-03-3
Molare Masse:
654.59 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 7.0 H
Q0-Wert:
1.0
Kindstoff(e):
Bromocriptin mesilat (CAS 22260-51-1)

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 21.10.2016

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9 Präparate mit Bromocriptin
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