Colestyramin

Colestyramin wird zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen bei erhöhten Cholesterinwerten eingesetzt, wenn eine Behandlung mit Statinen zuvor erfolglos geblieben ist oder nicht möglich war.

Colestyramin 2 g Kautabletten (Zum Einnehmen)
Colestyramin 4 g Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen, Beutelpackung (Zum Einnehmen)
Colestyramin 4 g Pulver zum Einnehmen in Beutelpackung (Zum Einnehmen)
Colestyramin 4 g/1 Dosis Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Zum Einnehmen)

Inhaltsverzeichnis

Anwendung

Der Wirkstoff Colestyramin wird in der Therapie von Fettstoffwechselstörungen bei erhöhten Cholesterinwerten angewendet. Das allerdings in der Regel nur, wenn eine Behandlung mit Statinen zuvor erfolglos geblieben ist oder nicht möglich war.

Weitere Anwendungsgebiete von Colestyramin sind Durchfälle, die durch eine Überproduktion von Gallensäure verursacht werden sowie Gelbsucht (Ikterus) und Juckreiz (Pruritus) infolge eines teilweisen Verschlusses der Gallenwege.

Pharmakologie

Colestyramin senkt erhöhte Cholesterinwerte, indem es einen Kreislauf zur Anpassung der Gallenproduktion ausnutzt. Es wirkt dabei ausschließlich im Darm und bindet mit einer hohen Affinität an Gallensäuren. Daraus entstehen feste Verbindungen, die kaum mehr gelöst werden können. Dabei bindet Colestyramin so viel Gallensäure, dass sich Makromolekül-Komplexe bilden, die aufgrund ihrer Größe nicht mehr ins Blut rückresorbiert werden können. Der Wirkstoff stört so den Leber-Kreislauf (enterohepatischen Kreislauf). Die großen Komplexverbindungen werden mit dem Stuhl ausgeschieden. So gelangt weniger Gallensäure aus dem Darm zurück in die Leber. Das wiederum versteht die Leber als Signal, vermehrt Gallensäuren zu bilden. Bei dieser Produktion verbraucht die Leber Cholesterin, den Vorläufer von Gallensäuren – und erhöhte Blutfettwerte können sinken.

Durch Gallensäure verursachte Beschwerden wie Durchfall, Ikterus oder Juckreiz lindert Colestyramin, indem die im Darm gebundenen Gallensäuren mit dem Stuhlgang ausgeschieden werden.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Colestyramin gehören Magen-Darm-Beschwerden. Dabei stehen Verstopfungen an erster Stelle. Während der Anwendung kann es außerdem zu einer Mangelversorgung mit fettlöslichen Vitaminen kommen.

Colestyramin wird üblicherweise als Kautablette, Granulat oder Pulver mit reichlich Wasser eingenommen. In Pulver liegt der Wirkstoff auch als Colestyramin 20, 12% Wasser vor.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
11041-12-6
Q0-Wert:
1.0
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10 Präparate mit Colestyramin

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