Dabrafenib

Der Wirkstoff Dabrafenib wird zur medikamentösen Therapie bestimmter Formen von schwarzem Hautkrebs angewendet. Dabei handelt es sich um maligne Melanome, die mit einer Mutation auf dem Gen BRAF-V-600 einhergehen, bereits gestreut haben und nicht mehr operierbar sind.

Anwendung von Dabrafenib

Dabrafenib war zunächst nur für die Monotherapie zugelassen. Seit September 2015 ist der Wirkstoff auch für die Melanomtherapie in Kombination mit Trametinib anwendbar.

Wirkung von Dabrafenib

Dabrafenib gehört zur Wirkstoffgruppe der Proteinkinase-Inhibitoren. Der Wirkstoff hemmt die Funktion des Proteins BRAF. Bis zu 60 Prozent der Fälle von malignen Melanomen gehen mit Mutationen des Enzymes BRAF einher. Indem Dabrafenib durch die Hemmung von BRAF dafür sorgt, dass die verfälschten Erbinformationen nicht mehr abgelesen werden können, entstehen keine neuen Tumorzellen mehr.

Nebenwirkungen von Dabrafenib

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Dabrafenib gehören Befindlichkeitsstörungen wie grippeähnliche Symptome und Magen-Darm-Beschwerden sowie Kopfschmerzen, Schwindel, Haarausfall, Muskel- und Gelenkschmerzen. Schwerwiegendere gelegentlich auftretende Nebenwirkungen von Dabrafenib sind Hautkrebs-Formen wie Plattenepithelkarzinome und Basalzellkarzinome, Nieren- und Lebenfunktionsstörungen Augapfelentzündungen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerungen).

Nutzen von Dabrafenib – Bewertungen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bescheinigt der Kombination von Dabrafenib und Trametinib einen erheblichen Zusatznutzen für Frauen. Demnach verlängert die Kombination die Überlebenszeit von Frauen im Vergleich zu einer Therapie mit Vemurafenib von 17 auf 24 Monate. Bei Männern und Frauen zeichne sich ferner eine bessere Verträglichkeit ab. Etwaige Vorteile der Monotherapie mit Dabrafenib können wegen fehlender Studien bislang nicht nachgewiesen werden.
In Hartkapseln ist der Wirkstoff als Dabrafenibmesilat enthalten.

(Aktualisiert im Dezember 2016, Redaktion: Charly Kahle)

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
1195765-45-7
Molare Masse:
519.56 g·mol-1
Kindstoff(e):
Dabrafenib mesilat (CAS 1195768-06-9)
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