Dextromethorphan

Dextromethorphan wird in Erkältungsmitteln als Hustenstiller eingesetzt.

Dextromethorphan: Übersicht

Anwendung

Neben der Anwendung als Hustenstiller wurde die Zulassung für eine Kombination von Dextromethorphan und Chinidin zur Therapie bei schweren neurologischen Erkrankungen im Frühjahr 2016 widerrufen.

Pharmakologie

Die chemische Struktur von Dextromethorphan ähnelt der der Opioide wie Codein oder Morphin. Daher wurde der Wirkstoff lange Zeit den Opioiden zugerechnet. Davon ist man inzwischen abgerückt. Dextromethorphan bindet agonistisch an Sigma-1-Rezeptoren und antagonistisch an NMDA-Rezeptoren. Zudem hemmt der Wirkstoff die Wiederaufnahme von Dopamin- und Serotonin. Dadurch lassen sich die Effekte auf die Gefühlsregulation erklären. Die hustenstillende Wirkung führt man auf dämpfende Effekte auf das Hustenzentrum im Zentralnervensystem zurück.
Dextromethorphan wirkt in hohen Dosierungen berauschend und wird daher zuweilen als Rauschmittel missbraucht. Selbst bei bestimmungsmäßigem Gebrauch sind bei einigen Menschen Halluzinationen und Psychosen als Nebenwirkung möglich.
In Medikamenten ist der Wirkstoff als Dextromethorphanhydrobromid enthalten.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
125-71-3
Molare Masse:
271.4 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 2.7 H
Q0-Wert:
0.8

Autor: Charly Kahle

Stand: 10.11.2016

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