Ivermectin

Der Wirkstoff Ivermectin ist zur Behandlung von Krätze und anderen Infektionen mit Parasiten wie Fadenwürmern, Läusen oder Milben zugelassen.

Pharmakologie

Ivermectin ist ein sehr junger Wirkstoff aus der Gruppe der Antiparasitika. Chemisch zählt die Substanz zu den Avermectinen. Ivermectin beeinträchtigt die Beweglichkeit der Parasiten, lähmt und führt letztendlich zum Tod von Fadenwürmern oder Krätzmilben. Die Lähmung beruft auf einer Aktivierung von Chloridkanälen in Nerven- und Muskelzellen.

Nebenwirkungen

Bei der äußerlichen Anwendung bleiben die Nebenwirkungen von Ivermectin auf lokale Symptome wie Rötungen oder Brennen beschränkt.

Nach der Einnahme sind Nebenwirkungen in Form von Leberfunktionsstörungen bis hin zur Leberentzündung möglich. In sehr seltenen Fällen kommt es zu schweren, mitunter lebensbedrohlichen, Nebenwirkungen in Form von toxisch epidermaler Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom.

Anwendungshinweise

Nutzenbewertungen

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Wirkung von Ivermectin gegen Rosazea als nicht ausreichend belegt gewertet und die Zulassung für diese Indikation daher verweigert. Laut GBA sind Azelainsäure, Doxycyclin und Metronidazol besser geeignet.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
70288-86-7

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 22.09.2016

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