Memantin

Der Wirkstoff Memantin wird in der Therapie der Alzheimer-Demenz eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete von Memantin sind frühe Symptome von Parkinson sowie ADHS und Zwangsstörungen.

Anwendung von Memantin

Der Wirkstoff Memantin wird in der Therapie der Alzheimer-Demenz eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete von Memantin sind frühe Symptome von Parkinson sowie ADHS und Zwangsstörungen. In Medikamenten ist der Wirkstoff als Memantinhydrochlorid enthalten.

Wirkung von Memantin

Memantin ist ein Derivat des Wirkstoffes Amantadin und gehört wie die Muttersubstanz zur Wirkstoffgruppe der NMDA-Rezeptor-Antagonisten. Medikamente dieser Gruppe entfalten ihre Wirkung im Gehirn durch eine aktivierende Bindung an N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptoren. Auf diese Weise öffnet Memantin Ionenkanäle in Nervenzellen, die sich im Zuge von Demenz oder Parkinson verschließen oder zum Absterben von Nervenzellen führen. Zudem wird die Wirkung von erhöhten toxischen Glutamat-Konzentrationen reguliert und so neuronale Fehlfunktionen vermindert.

Nebenwirkungen von Memantin

Typische Nebenwirkungen von Memantin sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Verstopfung. Auch Halluzinationen, Desorientierungen oder Krampfanfälle sind nicht selten.

Nutzen von Memantin - Bewertungen

In der S-3-Leitlinie vom Februar 2016 werden Memantin und die Acetylcholinesterase-Inhibitoren Rivastigmin, Donepezil und Galantamin für die medikamentöse Therapie von Alzheimer-Demenz empfohlen.

Trotzdem ist unter Experten aber durchaus umstritten, ob der Wirkstoff den Verlust von kognitiven Fähigkeiten tatsächlich mindert oder verzögert.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
19982-08-2
Molare Masse:
179.3 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 65.0 H
Q0-Wert:
0.5
Kindstoff(e):
Memantin hydrochlorid (CAS 41100-52-1)
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143 Präparate mit Memantin

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