Pembrolizumab

Pembrolizumab gehört zur Gruppe der monoklonalen Antikörper.

Pembrolizumab 50 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats (Parenterale Anwendung)
Pembrolizumab 100 mg/4 ml Flüssigkonzentrat zur Infusion (Parenterale Anwendung)

Inhaltsverzeichnis

Anwendung

Pembrolizumab wird zur Behandlung eines nicht resezierbaren oder metastasierenden malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) eingesetzt. Aufgrund des generellen Wirkmechanismus wird der Wirkstoff auch auf Möglichkeiten zur Behandlung anderer Krebsarten, z. B. Lungenkrebs oder Darmkrebs, überprüft.

Pharmakologie

Pembrolizumab bindet an den PD-1 Rezeptor und verhindert damit die Interaktion zwischen PD-1 und PD-L1. PD-L1 (programmed cell death ligand 1) ist ein Protein, das von vielen Zelltypen exprimiert wird. Im Normalfall wird durch die Interaktion zwischen PD-L1 und einem weiteren Protein, PD-1 (programmed cell death receptor-1), das Gleichgewicht des Immunsystems aufrechterhalten. Damit verhindert der Körper in Infektionsfällen, dass er auch seine eigenen Zellen angreift. Diese Exprimierung ist auch bei einigen Tumorarten zu beobachten.
Da es sich bei Pembrolizumab um ein Protein handelt, wird es vom Körper abgebaut und kann keine Wechselwirkungen mit anderen Substanzen eingehen. Der Wirkstoff sollte jedoch nicht in Kombination mit Mitteln zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr gespritzt werden

Nebenwirkungen

Mögliche unerwünschte Nebenwirkungen von Pembrolizumab sind Durchfall, Müdigkeit, Exantheme, Juckreiz, Übelkeit, verminderter Appetit und Gelenkschmerzen. Häufig sind außerdem Anämie, Kopfschmerzen, Schwindel, trockene Augen, Husten, Dyspnoe und Dysgeusie.

Hinweise

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bescheinigt Pembrolizumab einen beträchtlichen Zusatznutzen für die Fälle, in denen eine weitere Chemotherapie von nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen (NSCLC) infrage kommt. Bei nicht indizierter weiterer Chemotherapie mit Docetaxel, Pemetrexed oder Nivolumab sei hingegen kein Zusatznutzen belegt.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
1374853-91-4
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 25.0 D

Autor: Redaktion Gelbe Liste

Stand: 05.07.2016

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3 Präparate mit Pembrolizumab

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