Phenprocoumon

Phenprocoumon gehört zur Wirkstoffgruppe der Cumarine und wirkt gerinnungshemmend. Deshalb kommt Phenprocoumon zur Thromboseprophylaxe bei verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nach Schlaganfällen zum Einsatz.

Phenprocoumon 3 mg Tabletten (Zum Einnehmen)

Anwendung von Phenprocoumon

Der Gerinnungshemmer Phenprocoumon wird zur Prophylaxe und Therapie von arteriellen und venösen Thrombosen und Embolien sowie nach Herzinfarkt und Schlaganfällen zur Thromboseprophylaxe angewendet.

Wirkung von Phenprocoumon

Phenprocoumon gehört zur Wirkstoffgruppe der Antikoagulanzien und hier zur Untergruppe der Cumarine. Seine Wirkung entfaltet es als Vitamin-K-Antagonist. Die Blutgerinnung wird durch die Aktivität verschiedener Gerinnungsfaktoren, beispielsweise Prothrombin oder Fibrinogen gesteuert.

Phenprocoumon blockiert vor allem die Vitamin-K-Epoxidreduktase. Dieses Enzym ist für die Bildung bestimmter Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX und X) notwendig. Durch die Hemmung wird die Zahl der funktionstüchtigen Gerinnungsfaktoren vermindert. Das verlängert die Blutungszeit und beugt damit der Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) vor.

Nebenwirkungen von Phenprocoumon

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Phenprocoumon zählen Blutungen wie Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder blutiger Urin und Blutergüsse sowie Leberentzündungen. Bei längerfristiger Einnahme kommt es mitunter zu Osteoporose.

Ausmaß und Schwere der Nebenwirkungen sowie die Wirkung von Phenprocoumon hängen erheblich von der Dosierung ab, die für jeden Patienten individuell sorgsam eingestellt und regelmäßig kontrolliert werden muss.

Nutzenbewertung

Der Nutzen von Phenprocoumon im Vergleich zum Cumarin Warfarin ist Gegenstand einer wissenschaftlichen Debatte. In Europa setzen Mediziner eher auf Phenprocoumon, in den USA ist der Gebrauch von Warfarin stärker verbreitet. Für Warfarin spricht, dass die Wirkung nach dem Absetzen schneller abklingt als bei Phenprocoumon. Das ist insbesondere im Hinblick auf operative Eingriffe ein entscheidender Vorteil von Warfarin. Andererseits aber gestattet die lange Halbwertzeit von Phenprocoumon eine stabilere, weniger störanfällige Einstellung auf die gewünschte INR.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
435-97-2
Molare Masse:
280.31 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 6.0 D
Q0-Wert:
1.0
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