Phenytoin

Phenytoin gehört zu den Natriumkanalblockern.

Anwendung

Phenytoin wird vor allem in der Therapie und Prophylaxe von epileptischen Anfällen eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind Herzrhythmusstörungen und bestimmten Formen von Neuralgien wie Trigeminusneuralgie.

Pharmakologie

Die Wirkweise des Antiepileptikums Phenytoin ist nicht bis ins Detail geklärt. Offenbar beruhen antikonvulsive (krampflösende) und analgetische (schmerzstillende) Eigenschaften auf einer Blockade der Natriumkanäle in Nervenfasern. Dadurch verringern sich das Aktionspotenzial und die Impulsaktivität dieser Zellen. In der Folge können verkrampfte Muskeln sich wieder entspannen und nerval bedingte Schmerzen lassen nach. Zudem beeinflusst Phenytoin die Erregungsbildung und Erregungsausbreitung im Herzen und normalisiert so Herzrhythmusstörungen.

Nebenwirkungen

Häufigste Nebenwirkungen von Phenytoin sind Wahrnehmungs- und Denkstörungen sowie Kopfschmerzen, Schwindel, Ohnmacht und niedriger Blutdruck. Magen-Darm-Beschwerden und Bewegungsstörungen (Zittern, Schüttelkrämpfe) sowie Teilnahmslosigkeit oder Unruhe und Erregbarkeit sind weitere Nebenwirkungen von Phenytoin.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
57-41-0
Molare Masse:
252.26 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 22.0 H
Q0-Wert:
0.95
Kindstoff(e):
Phenytoin natrium (CAS 630-93-3)

Autor: Charly Kahle

Stand: 21.09.2017

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden
6 Präparate mit Phenytoin
Orphan Disease Finder
Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen: